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22 Dezember 2014, 11:39

Irak: Kurden drängen Terrormiliz IS weiter zurück

Irak: Kurden drängen Terrormiliz IS weiter zurück

STIMME RUSSLANDS Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer haben nach eigenen Angaben große Teile der Stadt Sindschar zurückerobert. Dutzende Dschihadisten seien geflohen - und von den eigenen Leuten hingerichtet worden, berichten Augenzeugen.

Die Luftangriffe der von den USA angeführten Koalition zeigen offenbar Wirkung: Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) werde immer weiter zurückgedrängt, melden die Kurden. Nachdem die kurdischen Peschmerga-Kämpfer die Dschihadisten vor wenigen Tagen aus den Sindschar-Bergen vertreiben konnten, haben sie nun anscheinend auch große Teile der strategisch wichtigen Stadt Sindschar einnehmen können.

Mit einem Sieg in Sindschar hätten die Kurden die meisten Gebiete zurückerobert, die sie an die Extremisten im Sommer verloren hatten. Es wäre auch ein wichtiger Schachzug für die Zentralregierung in Bagdad, weil so die Verbindung zwischen Syrien und der vom IS beherrschten Stadt Mossul unterbrochen wäre.

"Mit Gottes Hilfe werden wir die Stadt ganz befreien", sagte Kurdenpräsident Massud Barzani am Sonntag bei einem Besuch des Höhenzugs Sindschar in der Nähe der Stadt. "Wir hatten all diese Siege nicht erwartet. Die Peschmerga haben mit der Rückeroberung dieser Region in nur 24 Stunden Geschichte geschrieben."

Die US-Streitkräfte flogen am Sonntag vier Luftangriffe auf IS-Stellungen. Auch Deutschland hat Waffen an die Kurden geliefert.

Die Wut der Dschihadisten richtet sich nun anscheinend auch gegen die eigenen Leute: Der IS soll im nordirakischen Mossul mindestens 45 eigene Kämpfer hingerichtet haben - als Strafe für die Niederlage im Kampf um Sindschar. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Augenzeugen.

Auch im syrischen Rakka sind nach Angaben von Aktivisten mindestens hundert "abtrünnige" Dschihadisten getötet worden. Ihr mutmaßliches Vergehen: Sie hatten genug vom Kampf in den Reihen des IS und wollten aus Rakka fliehen. Eine Sittenpolizei kontrolliere nun vor Ort "die Gesinnung der Kämpfer", heißt es. Der Spiegel

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