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23 Dezember 2014, 18:38

Gashandel: Kiew zögert mit Schuldentilgung – Moskau droht Lieferstopp an

Gashandel: Kiew zögert mit Schuldentilgung – Moskau droht Lieferstopp an

STIMME RUSSLANDS Russlands Energieminister Alexander Nowak hat am Dienstag die Ukraine zur termingerechten Begleichung der Gasschulden ermahnt und bei Nichtzahlung einen Lieferstopp in Aussicht gestellt. Laut dem Übergangsabkommen von Brüssel hat die Ukraine noch im Dezember 1,65 Milliarden US-Dollar zu überweisen, um im Januar russisches Erdgas bekommen zu können.

„Wenn die Schulden in Höhe von 1,65 (Milliarden Dollar) nicht bezahlt werden, wird es im Januar keine Lieferungen geben“, sagte Nowak am Dienstag in Moskau. Darüber hinaus soll der ukrainische Energieversorger Naftogaz bis Ende Dezember eine Vorauszahlung für die Januar-Lieferungen überweisen.

Gazprom hatte am 9. Dezember - nach knapp sechs Monaten Pause – die Gaslieferungen in die Ukraine wiederaufgenommen. Die Lieferungen waren im Juni wegen Milliardenschulden der Ukraine ausgesetzt worden. Erst am 31. Oktober vereinbarten die Seiten einen Versorgungsplan für die Winterzeit. Demnach hat die Ukraine bis zum Jahreswechsel 3,1 Milliarden US-Dollar und damit einen Teil ihrer Altschulden zu zahlen. Im Gegenzug versorgt Gazprom die Ukraine bis März 2015 gegen Vorkasse.

Das ukrainische Staatsunternehmen Naftogaz überwies Gazprom am 4. November 1,45 Milliarden US-Dollar Altschulden und am 5. Dezember weitere 378 Millionen Dollar als Vorauszahlung für eine Milliarde Kubikmeter Erdgas. Laut dem russischen Energieminister Nowak muss die Ukraine weitere rund drei Milliarden Kubikmeter kaufen, um einen reibungslosen Transit nach Europa sicherzustellen. Ukrainische Gasschulden hatten in der Vergangenheit bereits mehrmals Lieferengpässe in Europa verursacht. So kam es zum Jahreswechsel 2008/2009 zu einem mehr als zwei Wochen langen Lieferstopp für europäische Verbraucher, weil die Ukraine das Transitgas für sich abzweigte.

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