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23 Dezember 2014, 23:38

LUKoil verkauft seinen Anteil an Nationalem Ölkonsortium an Rosneft

LUKoil verkauft seinen Anteil an Nationalem Ölkonsortium an Rosneft

STIMME RUSSLANDS Russlands größter privater Ölkonzern LUKoil verkauft seinen Anteil am Nationalen Ölkonsortium NNK an den staatlichen Ölriesen Rosneft. Das sehen die zwischen beiden Unternehmen am Dienstag unterzeichneten bindenden Dokumente vor, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von LUKoil und Rosneft.

Demnach tritt LUKoil 20 Prozent der Anteile an dem im Oktober 2008 gegründeten NNK-Konsortium ab, das das Ölfeld Junin-6 in Venezuela erschließt. Somit wird Rosneft 80 Prozent der NNK-Aktien besitzen. Die restlichen 20 Prozent der Anteile werden von Gazprom-Öltochter Gazprom Neft gehalten.

Das Feld Junin-6 wird vom russisch-venezolanischen Gemeinschaftsunternehmen PetroMiranda erschlossen, an dem 60 Prozent der Anteile der staatliche venezolanische Energieversorger PdVSA und die restlichen 40 Prozent das russische Nationale Ölkonsortium hält. Der Investitionsbedarf des auf 25 Jahre angelegten Projekts wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Beide Staaten hatten ein Jahr lang verhandelt, bevor am 10. März 2010 ein Abkommen unterzeichnet wurde.

Ursprünglich waren neben Rosneft, LUKoil und Gazprom Neft auch die Konzerne Surgutneftegaz und TNK-BP zu gleichen Anteilen am NNK-Konsortium beteiligt gewesen. Jedes Unternehmen entrichtete zum Konsortium einen Beitrag von 200 Millionen Dollar.

Die erkundeten Reserven des im Delta des Orinoco-Flusses liegenden Ölfeldes Junin-6 betragen 52,6 Milliarden Barrel (je 159 Liter). Die gesamten Ölreserven in Venezuela belaufen sich nach Expertenschätzung auf 211,17 Milliarden Barrel Öl. Erstes Öl auf dem Junin-Feld wurde Ende September 2012 gewonnen.

„LUKoil setzt derzeit mehrere strategisch wichtige Projekte in Russland und im Ausland um“, sagte Konzernchef Wagit Alekperow. „Der Verkauf unseres NNK-Anteils wird es LUKoil gestatten, sich auf diese Projekte zu konzentrieren und Investitionen zu optimieren“, sagte er.

Seinerseits hob Rosneft-Chef Igor Setschin hervor, dass sein Konzern die Kooperation mit Venezuela konsequent ausbaut. „Venezuela verfügt über aussichtsreiche Ölressourcen. Unter Berücksichtigung der künftigen Senkung bei der Förderung von Schieferöl in den USA und Kanada wird venezolanischem Öl eine immer größere Bedeutung zukommen“, betonte Setschin.

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