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23 Dezember 2014, 21:37

Simbabwe zu Protesten Kiews: „Unser Minister besuchte Krim als Teil Russlands“

Simbabwe zu Protesten Kiews: „Unser Minister besuchte Krim als Teil Russlands“

STIMME RUSSLANDS Nach dem jüngsten Besuch eines simbabwischen Ministers auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat Harare bislang keinen offiziellen Protest aus Kiew erhalten. „Die Ukraine hat keinen Grund für die Empörung“, sagte Simbabwes Botschafter in Russland, Bonifes Guva Britto Chidyausiku, der zugleich die Interessen seines Landes in der Ukraine vertritt, am Dienstag in Moskau.

In der Vorwoche hatte Simbabwes Umwelt- und Klimaminister Saviour Kasukuwere die Krim mit dem Ziel besucht, Möglichkeiten der ökonomischen Kooperation auszuloten. Simbabwe selbst lebt seit über 14 Jahren unter den von der EU und den USA verhängten Sanktionen.

Am Montag teilte das ukrainische Außenministerium mit, dass Kiew Protest gegen diesen Besuch eingelegt hatte. Die Reise des Ministers sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht, was negative Folgen für die weitere Entwicklung der ukrainisch-simbabwischen Beziehungen haben könnte, hieß es in Kiew.

„Nein, wir haben bislang nichts erhalten“, sagte der Diplomat weiter. „Simbabwe geht davon aus, dass Kasukuwere die Krim als Teil Russlands besucht hatte.“

Zu Äußerungen Kiews, dass diese Reise die Beziehungen zwischen Simbabwe und der Ukraine belasten könnte, sagte Chidyausiku: „Wir unterhalten die diplomatischen Beziehungen. Wir achten die Souveränität der Ukraine, genau so wie sie unsere Souveränität achtet. Aber als souveräne Staaten haben wir unterschiedliche Positionen zur geopolitischen Lage. Das ist in allen Ländern so.“

Auf Sanktionen gegen die Krim und gegen Russland als Ganzes eingehend, erinnerte der Botschafter daran, dass Simbabwe seit über zehn Jahren unter dem Sanktionsdruck lebt, und bezeichnete solche Maßnahmen gegen beide Länder als gesetzwidrig. „Nicht nur die Krim –ganz Russland wurde mit Sanktionen belegt. Wir gehen davon aus, dass die gegen die Krim geltenden Sanktionen auch gegen Russland gerichtet sind.“

Der Diplomat übte heftige Kritik an der Sanktionspolitik, weil darunter einfache Menschen leiden müssen. „Hierbei kann es keine Sieger geben. Die von den UN nicht gebilligten einseitigen Sanktionen sind gesetzwidrig“, betonte Chidyausiku.

 

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