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8 Mai 2014, 13:11

„Frozen laugh“: Chris Haring lässt Ballett Moskau im Lachen erstarren

„Frozen laugh“: Chris Haring lässt Ballett Moskau im Lachen erstarren

Das können alle und üben es regelmäßig schon von Kindesbeinen an. Gleich kann es aber nie sein, denn jedes Mal entsteht es aufs Neue. Das Lachen – und seine Natur ist das Grundthema des russisch-österreichischen Tanzprojektes „Frozen laugh“, Erstarrtes Lachen, das am 6. und 7. Mai in Moskau präsentiert wurde. Über das Projekt und über das Lachen sprechen wir heute ernst aber auch spaßhaft mit dem österreichischen Choreografen Chris Haring und der Direktorin des Internationalen Tanz- und Performance-Zentrums TsECH, Jelena Tupyssewa.

Chris, wie kommt man so auf die Idee, das Lachen in einer Performance erstarren zu lassen?

Das Schöne am Lachen ist, dass es extrem viele Muskeln involviert und nicht nur im Gesicht sondern im Körper. Und wir haben uns mit Ballett Moskau überlegt, Lachen als Performance-Ansatz zu nehmen. Für mich als Choreograf ist es natürlich extrem interessant, weil wir normalerweise mit Techniken auf der Bühne arbeiten, und Lachen ist ein spannender Bewegungsansatz, der bei einer längeren Analyse sehr kreative Bewegungen herauskommen lässt. Wir haben das als Basis für unsere Performance genommen.

Lachen ist gesund, das steht ja fest. In welchem Ausmaß aber? Und wie gesund ist es, das Lachen zu unterdrücken?

Eine schwierige Frage. Ja, es stimmt, wir wissen, dass Lachen gesund ist. Ich muss aber sagen, dass wir sehr oberflächlich mit dem Lachen umgegangen sind, das heißt es war immer ein künstliches Lachen. Es ging sehr stark um diese gefrorene Maske, die in unserer Kommunikation übrig bleibt – deswegen heißt das Projekt „Frozen laugh“ – die natürlich nicht immer gesund ist, aber uns hilft, mit den Leuten zu kommunizieren. Wenn ich lache, dann geht es einfach leichter.

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