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27 August 2014, 23:31

Wer sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren

Wer sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
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Die im Titel erhaltene Prise Ironie gilt nach dem Autorenkonzept den Mainstream-Medien, die eine einseitige Schwarz-Weiß-Berichterstattung pflegen. Mathias Bröckers und Paul Schreyer bringen mit ihrem Buch eine alternative Darstellung der Ereignisse und somit ein nicht übliches Bild von Putin zum Tragen. Mathias Bröckers über die Guten und die Bösen im heutigen politischen Kontext.

Öffentliche und veröffentlichte Meinung in Deutschland

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, seit sich der Konflikt in der Ukraine so zugespitzt hat, dass wir selten in Deutschland so ein Auseinanderklaffen von öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung hatten. Also dass das, was die Journalisten und Redakteure schreiben, und das, was die Leute denken, nicht übereinstimmt. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, die überhaupt keine großen Sympathien jetzt für die russische Seite haben. Konservative alte Leute, die mit dem Kopf schütteln und sagen, was ist jetzt in den Nachrichten los, es wird nur noch einseitig berichtet. Und das war der Auslöser für das Buch. Es ist ein Sachbuch, wir haben vor allen Dingen darauf geschaut, wie die deutschen Medien diesen ganzen Konflikt präsentieren. Und da das Ganze sehr schnell erscheinen sollte, habe ich mir mit Paul Schreyer einen Kollegen geholt.

Vielseitige Berichterstattung kommt nicht zustande

Ich spreche leider kein Russisch, aber viele russische Medien sind ja heute auf Deutsch oder Englisch erhältlich. Und das ist eigentlich der Auftrag eines Journalisten, der versuchen soll, so objektiv und neutral wie möglich bei einem Konflikt beide Seiten darzustellen und dann kann sich jeder seine Meinung bilden. Das ist aber überhaupt nicht geschehen. Die Berichterstattung war in meinen Augen und ist es immer noch völlig einseitig, es werden die Interessen des Westens in der Ukraine kaum benannt. Russland wird als aggressiv dargestellt, letztlich ist das ein schiefes Bild und das wollen wir mit dem Buch korrigieren. Letztlich ist es ja kein Schwaz-Weiß-Film.

Los aus der amerikanischen Vormundschaft

Putin spricht Deutsch, Merkel spricht Russisch – warum treffen die sich mal nicht privat und geheim und reden vernünftig? So dass die Amerikaner mit ihrem Masterplan einer Schuldominanz außer Ort bleiben, und wir hier sagen – Leute, die Russen sind unsere Nachbarn, selbst wenn wir mit Vielem, was da läuft, nicht einverstanden sind, wir müssen uns mit denen vertragen, darauf sind wir beide angewiesen. 

Weiterhören: Mathias Bröckers über den Begriff Putin-Versteher und das sprachanalytische Porträt Putins

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