22:12 20 September 2017
SNA Radio
    Gesellschaft

    Nordkaukasus: Kreml will dem Terror den Nährboden entziehen – „Wremja Nowostej"

    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0

    Der Präsidentenbevollmächtigte Alexander Chloponin hat gestern seine Entwicklungsstrategie für den Nordkaukasus vorgestellt, berichtet die Zeitung „Wremja Nowostej" am Dienstag.

     

    Der Präsidentenbevollmächtigte Alexander Chloponin hat gestern seine Entwicklungsstrategie für den Nordkaukasus vorgestellt, berichtet die Zeitung „Wremja Nowostej" am Dienstag.

    Der Entwicklungsplan enthält nichts Neues, denn seit der Bildung dieses Föderationsbezirks wurden bereits auf verschiedenen Ebenen Reformen für den Nordkaukasus erörtert. Es geht weiter darum, die Instabilität im Nordkaukasus  durch Maßnahmen zur sozialen und ökonomischen Rehabilitation zu überwinden. Regierungschef Wladimir Putin gab zu, dass die Situation schwierig sei, zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Terroristen die Pläne nicht würden vereiteln können.

    Chloponin zufolge belaufen sich die gebilligten Investitionsprojekte für den Nordkaukasus auf rund 600 Milliarden Rubel (1 Euro = ca. 39 Rubel). Bis 2025 sollen mindestens 400 000 Arbeitsplätze geschaffen, das jährliche Wachstumstempo des Bruttoinlandsproduktes soll auf 7,7 Prozent und die Durchschnittlöhne im Nordkaukasus auf 23 000 Rubel gebracht werden.

    Was der Situation im Nordkaukasus tatsächlich helfen könnte, ist die von Putin angegebene Zahl der neuen Arbeitsplätze.

    Die 400 000 neuen freien Stellen würden die sozialen Spannungen im Nordkaukasus, wo es weiter an Arbeitsplätzen mangelt, die Bevölkerung aber stabil wächst, deutlich legen. Geht man aber davon aus, dass das Programm bis 2025 läuft und allein in Dagestan jedes Jahr 35 000 Arbeitssuchende hinzukommen, erkennt man, dass die zusätzlichen Kapazitäten auf dem Arbeitsmarkt bereits vor der Umsetzung des Programms ausgeschöpft sein werden.

    Besonders viel Geld fließt nicht in den Nordkaukasus. Die Ausgaben für den Kaukasus sollen durch Investitionsprojekte fast verdoppelt werden.

    Der Kreml-Bevollmächtigte sprach von 600 Milliarden Rubel für alle bereits gebilligten Investitionsprojekte - das sind die Gelder, die der Kaukasus neben den ständigen Geldspritzen aus dem Staatshaushalt bekommen soll. Wie Putin im Juli auf einer Konferenz in Kislowodsk bemerkte, haben die Subventionen in den vergangenen zehn Jahren etwa 800 Milliarden Rubel betragen. Folglich wird die Region durch Investitionsprojekte nur ein bisschen mehr Geld erhalten als vom Fiskus.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren