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07:03 16 Oktober 2019
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    Mexiko: LKW-Diebe erbeuten Atommüll-Transporter – radioaktive Ladung auf Feld gekippt

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    In Mexiko haben Autoräuber sich und andere in Lebensgefahr gebracht: Der Lastwagen, den sie gewaltsam an sich brachten, hatte radioaktives Kobalt-60 geladen.

    In Mexiko haben Autoräuber sich und andere in Lebensgefahr gebracht: Der Lastwagen, den sie gewaltsam an sich brachten, hatte radioaktives Kobalt-60 geladen. 

    Wie die Behörden des zentralen Bundesstaats Mexiko am Mittwoch mitteilten, hatten die Täter den Metallbehälter, in dem die gefährliche Substanz aufbewahrt war, aufgebrochen und das radioaktive Material etwa einen Kilometer von der Stelle, wo sie den LKW abgestellt hatten, auf einem Feld zurückgelassen.

    „Wir können uns derzeit der Fracht nicht annähern, das Strahlungsniveau ist dort sehr hoch“, so der Leiter der mexikanischen Atomsicherheitsbehörde Juan Eibenschutz. Die Fundstelle des radioaktiven Materials ist im Umkreis von 500 Metern abgeriegelt. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, hieß es.

    Wie der regionale Gesundheitsbeauftragte Pedro Luis Noble örtlichen Medien mitteilte, können vier Minuten ungeschützter Kontakt mit Kobalt-60 zum Tod führen. 

    Medienberichten zufolge war am Montag bei einem Raubüberfall im Bundesstaat Hidalgo ein Transporter mit der zur Entsorgung in einem Atommülllager bestimmtem radioaktiven Substanz aus einem Gerät zur Strahlentherapiegestohlen worden. Die Räuber, die den Fahrer an einer Tankstelle überwältigt hatten, wussten nichts von der strahlenden Ladung.  

    Behördenvertreter sind der Ansicht, dass die Räuber in jedem Fall eine ernsthafte Strahlendosis abbekommen haben könnten, und rufen sie auf, sich unverzüglich in ein Krankenhaus zu begeben.

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