17:37 08 April 2020
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    Der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso glaubt nicht an die Möglichkeit eines Dritten Weltkrieges.

    Das Oberhaupt der Buddhisten sagte im Vorfeld des Jahreswechsels in einem Exklusiv-Interview für RIA Novosti: „Kaum jemand wagt es, Atomwaffen anzuwenden. Es sei denn, dass ein Wahnsinniger den Zugang zum Startknopf hat.“

    Der Dalai Lama räumte zugleich ein, dass die heutige Situation in den zwischenstaatlichen Beziehungen sehr kompliziert sei. „Menschen, die in einen Konflikt verwickelt sind, sind emotional sehr belastet. Die Emotionen entstehen zwangsläufig, wenn wir eine unüberwindbare Hürde zwischen den ‚Unsrigen‘ und den ‚Fremden‘ bauen. Wenn die Gefühle das menschliche Gemüt überfluten und außer Kontrolle geraten, verlieren wir das logische Denkvermögen. Dann können wir nicht mehr an den gesunden Menschenverstand appellieren und nicht mehr sehen, dass die gesamte Menschheit im Grunde genommen einheitlich ist“, sagte das Buddhisten-Oberhaupt.

    In Russland bekennen sich insgesamt mehr als eine Million Menschen zum Buddhismus.

    Der 14. Dalai Lama hat Russland mehrmals kurz besucht. Sein bisher letzter Aufenthalt fand im Jahr 2004 in der Teilrepublik Kalmykien statt. Die russischen Buddhisten haben wiederholt die Hoffnung geäußert, den Dalai Lama zu längeren Besuchen empfangen zu können. Aber die Visumsfrage bleibt weiter ungeregelt, da jeder neue Auslandsbesuch des geistigen Oberhauptes des autonomen Gebietes Tibet eine Protestnote der VR China auslöst.

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