05:49 05 Juni 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    6411
    Abonnieren

    Das Kulturministerium Russlands wird sein Bestes tun, um Lenin-Denkmäler zu erhalten, wie der russische Kulturminister Wladimir Medinski in einem Brief an Gennadij Sjuganow, Chef der Kommunistischen Partei Russlands, geschrieben hat.

    „Wir beziehen die klare Position, dass die Denkmäler aus den Sowjetzeiten bestehen und an die Kraft des menschlichen Geistes,  an  den Kriegs- und Arbeitsheroismus unserer Vorfahren erinnern müssen… Denkmäler für Wladimir Iljitsch Lenin sind ohne Zweifel Teil unserer historischen Identität, und das Kulturministerium wird sein Bestes tun, um sie zu erhalten“, heißt es in dem Brief, der am Mittwoch in der Zeitung „Iswestija“ veröffentlicht wurde.

    Lenin-Denkmal
    © AP Photo / Vadim Ghirda
    Zuvor hatte Sjuganow in einem offenen Brief die Entrüstung über die Anschlagsserie auf Lenin-Denkmäler in der Ukraine geäußert.

    In der Ukraine kommt es seit Beginn der politischen Krise immer häufiger zu Angriffen auf sowjetische Denkmäler. Mehr als 500 Lenin-Denkmäler wurden zerstört.

    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am vergangenen Freitag Gesetze gegen das kommunistische und das nazistische Regime herausgegeben, laut denen unter anderem die Propaganda sowjetischer Symbole verboten wird.

    Zum Thema:

    Ukraine: 300 Lenin-Denkmäler seit Jahresbeginn abgerissen
    „Urinierender Lenin“: Krakow stellt Denkmal für den UdSSR-Gründer auf
    Nach Lenin ist Kutusow dran: Denkmal für russischen Feldherrn in Ukraine zerstört
    Ukraine: Attacken auf Lenin-Statuen landesweit
    Tags:
    Petro Poroschenko, Gennadij Sjuganow, Wladimir Medinski, Wladimir Lenin, Russland, Ukraine