11:16 24 Juni 2019
SNA Radio
    Olga Swiblowa, Gründungsdirektorin des Moskauer Multimedia Art Museum, und Dmitri Kissejow, Generaldirektor der Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“, bei PreisverleihungFoto von Jelena Anosowa. Der erste Platz im WettbewerbFoto von italienischem Photograph Alex Masi

    Beste junge Fotografen: Gewinner des Fotowettbewerbs „Andrej Stenin“ ausgezeichnet

    © Sputnik / Grigori Sisojew © Foto : Elena Anosova/Rossiya Segodnya © Foto : Alex Masi/Rossiya Segodnya
    1 / 3
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    0 371

    In der Internationalen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya sind die Preisträger des internationalen Fotowettbewerbs „Andrej Stenin“ ausgezeichnet worden.

    Die Zeremonie eröffnete der Generaldirektor von Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow. Er hat sich bei den Teilnehmern des Wettbewerbs aus 54 Ländern, darunter aus Russland, Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, dem Nahen Osten, Indien und Südostasien bedankt, die etwa 5000 Fotos eingeschickt hatten. Die Auszeichnung fand im Multimedia-Pressezentrum von Rossiya Segodnya statt. Der von Rossiya Segodnya unter der Schirmherrschaft der Russischen Kommission für UNESCO-Angelegenheiten organisierte Wettbewerb wurde zum einzigen und größten internationalen „Schauplatz“ für junge Fotografen in Russland. Die Preisgelder wurden wie folgt verteilt: Geldpreise in Höhe von 50 000 Rubel, 35 000 Rubel und 25 000 Rubel für die drei besten Fotos in jeder Kategorie. Der Große Preis war mit 500 000 Rubel dotiert.

    Den Großen Preis hat die junge Fotografin Jelena Anossowa aus Irkutsk für ihre Fotostrecke „Trennung“ erhalten, die dem Leben von Frauen in einem Gefängnis gewidmet ist. Jurorin Natalja Udarzewa (Russland), Gründerin der Schule für visuelle Künste, kommentierte diese Fotos wie folgt: „Der neutrale bzw. fast neutrale Hintergrund und die gedämpften Farben lassen uns vor allem auf Details achten: die Hände, die Kleidung, die Tätowierungen, die Gesten und den Gesichts- und Augenausdruck der Frauen auf den Fotos aus Jelena Anossowas Serie ‚Trennung‘. Sie geben uns die Möglichkeit, mit diesen Frauen mitzufühlen, in ihre Welt einzudringen, in der sie ständig überwacht werden. Der Stacheldraht kontrastiert mit den lebhaften Farben – das ist eine starke Metapher. Normalerweise können wir nicht in die Augen der Häftlinge gucken und ihren Alltag im Gefängnis beobachten. Das macht den Eindruck noch stärker.“

    Timothy Fadek (USA), Juror, Fotograf und Dozent an der Graduate School of Journalism an der Columbia University, sagte seinerseits, Anossowas Fotos seien „die stärksten“ von allen gewesen, die die Jury bewertet habe. „Deshalb wurde diese Arbeit auch als beste ausgewählt“, betonte er.

    Der Wettbewerb bestand aus zwei Phasen: Zunächst wurden die Fotos auf der Website stenincontest.ru veröffentlicht, dann wählte die Jury die besten von ihnen in vier Kategorien: „Top-News“, „Probleme der Gegenwart“, „Sport“ und „Alltag“. Die Preisträger des Andej-Stenin-Wettbewerbs kommen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Slowenien, Peru, China, Syrien, Iran, Israel und Russland. Gewonnen haben Corentin Faulin (Frankreich) mit dem Foto „Das Leben der Flüchtlinge aus Zentralafrika“ und Kristina Braschnikowa (Russland) mit der Fotoreihe „Verschiedene Mütter sind wichtig“ in der Kategorie „Probleme der Gegenwart“; Alexej Loschtschilow (Russland) mit dem Foto „Rundgang durch ein Museum“ und Jelena Anossowa (Russland) mit der Fotoreihe „Trennung“ in der Kategorie „Alltag“; Kristina Braschnikowa (Russland) mit dem Foto „Training“ und Adel Paziaru (Iran) mit den Fotos „Wie ein Fisch“ in der Kategorie „Sport“; Katan Osame (Syrien) mit dem Foto „Ein Soldat der Zivilschutztruppen hält ein getötetes Kind“ und Jonas Wresch (Deutschland) mit der Fotoreihe „Eine gefährliche Nacht – die Aufstandsbewegung in Kolumbien“ in der Kategorie „Top-News“.

    Elf Finalisten bzw. Finalistinnen aus Russland, Bangladesch, China und Spanien wurden mit dem Sonderpreis des Wettbewerbs ausgezeichnet, mit einer besonderen Erwähnung durch die Jury.

    Die Fotos sind auf der Website stenincontest.ru zu sehen. Diese Fotos, wie auch die Fotos von Andrej Stenin selbst, der im August 2014 während seines Arbeitseinsatzes im Südosten der Ukraine gestorben ist, werden im Herbst 2015 in Moskau ausgestellt.

    Die Preisträger des Wettbewerbs haben in ihren Fotos aktuelle soziale Themen beleuchtet, denen in letzter Zeit sowohl in Russland als auch in anderen Ländern immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird: das Leben von Behinderten, das Leben im Gefängnis, Konflikte und menschliche Tragödien usw. Die Themenauswahl beweist abermals, dass sich die Gesellschaft allmählich positiv verändert, nicht zuletzt dank der Massenmedien.

    Der Jury des Wettbewerbs gehörten führende Vertreter der russischen und der internationalen Fotocommunity an. Der Jury-Vorsitzende war der US-amerikanische Fotograf und Guggenheim-Stipendiat Jason Eskenazi. Die anderen Juroren waren die Gründerin der Schule für visuelle Künste, Natalja Udarzewa (Russland), der Visualdirektor der Website „Takije Dela“ („So sind die Dinge“) der Wohltätigkeitsstiftung „Nuschna Pomoschtsch“ („Hilfe gefällig!“), Andrej Polikanow, der Mitbegründer und Betreuer des Festivals „FotoIstanbul“, Attila Durak (Türkei), der Chefredakteur des Fotodienstes von Reuters, Grigori Dukor (Russland), usw.

    2015 verlief der Andrej-Stenin-Wettbewerb unter Mitwirkung der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, der Fotoschule „Akademija fotogtafii“, der Online-Zeitung Vesti.ru, der Agentur GeoFoto – nationales Fotoarchiv, der indonesischen Agentur Antara Foto, des Internetportals jourdom.ru, der Royal Photographic Society (Großbritannien), des Fernsehsenders RT (Russland), des internationalen Projekts „Russia Beyond The Headlines“ der "Rossijskaja Gaseta", des Moskauer Internationalen Zentrums für Journalistik, der Schule für visuelle Künste, des Moskauer Journalistenverbandes, der Zeitschriften „Tutto Digitale“ und „Foto&Video“,des Portals Russian Photo, des Fotoausbildungsportals photo-study.ru, des Informationsportals für junge Journalisten YOJO.ru, des Klubs Foto.ru.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    R.I.P. – Der Generaldirektor von Rossiya Segodnya zum Tod von Fotoreporter Andrej Stenin
    Kiew: Ermittlung zum Tod des russischen Reporters Stenin unmöglich
    Tags:
    Andrej Stenin, Dmitri Kisseljow, Moskau, Russland