14:07 23 April 2019
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    Chef-Drogenfahnder: Europas Kokainmarkt steigt drastisch wegen Zuwanderern aus Afrika

    Chef-Drogenfahnder: Europas Kokainmarkt steigt drastisch wegen Zuwanderern aus Afrika

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    In letzter Zeit ist der europäische Kokainmarkt um das Dreifache oder sogar Fünffache wegen der militärischen Konflikte in Libyen und auch in Nordafrika gestiegen, wie der Chef der Russischen Anti-Drogen-Behörde (FSKN), Viktor Iwanow, am Freitag in einem Interview für RIA Novosti sagte.

    „Es ist sehr leicht, Drogen durch Afrika und das zerbombte Libyen über das Mittelmeer nach Europa zu liefern. Übrigens sind illegale afrikanische Zuwanderer eine Art lebendiges Transportmittel für Drogen. Süditalien ist heute mit Kokain und Heroin überflutet, was seinerseits die italienische Mafia belebt hat. Laut einigen Schätzungen ist der Kokainmarkt in Europa um das Dreifache oder sogar Fünffache gestiegen“, sagte Iwanow im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel, der am 26. Juni begangen wird.

    Die Konkurrenz zwischen den verschiedenen afrikanischen Drogensyndikaten hatte die zahlreichen militärischen Konflikte hervorgerufen, betonte der Chef der FSKN. Diese lokalen Kriege werden im Medienbereich als Ausweitung des Terrorismus (zum Beispiel Al-Qaida, Boko Haram und weitere Organisationen) bezeichnet, so Iwanow. Tatsächlich verwandeln sich Drogensyndikate in ideologische Gruppen, sie gäben sich ihre Namen wegen einer größeren Bedeutsamkeit und für die Anwerbung neuer Anhänger, betonte der Chef der FSKN.

    „Seinerzeit hatte ich mich mit französischen und italienischen Polizisten getroffen, die mir sagten: Wir beten Gaddafi an, weil er einen zuverlässigen Schild gegen die Drogenhändler aufstellt“, unterstrich Iwanow.

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    Tags:
    Drogen, Drogenhandel, Boko Haram, Al-Qaida, Viktor Iwanow, Europa, Libyen, Mittelmeer, Italien, Afrika