11:54 25 April 2019
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    Text über einem Bild im  Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst: Wir schneiden unserem bösen Feind alle Wege ab, aus dieser Schlinge entkommt er nicht mehr!

    Auf und Ab: 70 Jahre Russland-Deutschland im Rückblick –Ausstellung in Karlshorst

    © Foto: Thomas Bruns
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    „Russland und Deutschland. Von der Konfrontation zur Zusammenarbeit“ – heißt die Ausstellung, die am 29. Oktober im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst eröffnet wird und dem 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges gilt. Es gehe darum, 70 Jahre Berührung in der Geschichte Revue passieren zu lassen, so Museumsdirektor Dr. Jörg Morré.

    In Kooperation mit der Föderalen russischen Archivagentur präsentiert das Museum entscheidende Dokumente zu den deutsch-russischen Absprachen, darunter den „2+4“-Vertrag von 1990, die Ost-Verträge 1970, Dokumente zu Konrad Adenauers Besuch von 1955 sowie die Dokumente von den Anfängen: die sowjetische Militäradministration in Deutschland und deren Erlasse.

    Nicht zu kurz kommen auch kulturelle und sportliche Ereignisse, aber auch „der erste Deutsche im All“ (der Raumflug von Siegmund Jähn) und der Bau der Druschba-Pipeline.

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    Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

    Des Wandels in der Auslegung der Kriegs- und der Nachkriegsgeschichte ist sich der Historiker bewusst.  „Gerade in den osteuropäischen Ländern hat man ein kritisches Verhältnis zu sowjetischen Denkmalen“, sagt der Museumsdirektor in einem Sputniknews-Interview. „Da sollte man sorgfältiger mit den noch bestehenden Denkmalen umgehen. Dieses Bewusstsein muss sich noch entwickeln. Man muss Regeln für den Erhalt historischer Baudenkmale aufstellen“, meint er.

    In der deutsch-russischen Geschichte habe es Auf und Ab gegeben, sagt Dr. Morré weiter. „Ich hoffe, dass wir aus der Geschichte lernen und uns erinnern, welche Krisenmechanismen es gibt und Formate, um miteinander zu reden.“

    „Die aktuellen Kriege spürt Europa gegenwärtig unmittelbar durch die Flüchtlingszuströme“, fügt er hinzu. „Ich bin mir sicher, dass wir noch in zehn und 20und 50 Jahren noch im Gespräch sein werden. Wir müssen uns aber anstrengen, dass wir die Gesprächsfäden nicht abreißen lassen.“

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    Tags:
    Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, Jörg Morré, Deutschland, Russland