03:02 06 Dezember 2020
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    "F*** Columbus" – Amerikas Ureinwohner über den Entdecker ihres Kontinents

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    In einem Video für das Medienprojekt "Cut" hat man amerikanische Ureinwohner gefragt, was sie denken, wenn sie den Namen von Christoph Kolumbus hören. Der Mann gilt gemeinhin als Entdecker Amerikas. Was diese Leute mit seinem Namen assoziieren, findet man sicher nicht im Schulprogramm.

    „Das Böse, das reine Böse", sagt die erste Frau auf dem Video. „Besatzer", meint eine andere und fügt hinzu, dass Columbus sich verirrt hätte, als er nach Amerika kam. Derselbe Mann hätte außerdem die Ureinwohner des Kontinents als Indianer bezeichnet, denn „er dachte, er sei in Indien". Er sei keine gute Figur für die Gemeinde der Ureinwohner, betont sie.

    „Ich glaube nicht, dass wir wegen ihm einen Feiertag haben sollten", sagt eine andere Frau. „Das war der Beginn von großen Schmerzen", kommentiert eine weitere Sprecherin zur Entdeckung von Columbus.

    „Mein Gott! Er ist ein Mörder, ein Vergewaltiger", äußert sich ein Mann. „Genozid", setzt eine Frau fort. „Er ist der erste Terrorist Amerikas, da bin ich mir sicher", glaubt ein anderer Mann.

    Ein weiterer Teilnehmer des Projekts staunt, warum es überhaupt einen Kolumbus-Tag in den USA gebe, und vergleicht Kolumbus mit Hitler:

    „Es war immer seltsam für mich, an diesem Tag frei zu haben – im Namen von jemandem zu feiern, der wie ich meine – also,  wir haben doch auch keinen speziellen Tag für Hitler, aber das ist, wisst ihr, das Gleiche."

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    Tags:
    Geschichte, Indianer, Christoph Kolumbus, USA