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    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
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    Mehr als 40 russische Universitäten haben die Zusammenarbeit mit türkischen Bildungseinrichtungen beendet, teilte am Dienstag der Pressedienst des russischen Bildungsministeriums mit.

    „Derzeit hat die Mehrzahl der 44 russischen Universitäten, die mit türkischen Bildungseinrichtungen zusammengearbeitet haben, ihre türkischen Partner bereits über die Beendigung bzw. einseitige Unterbrechung der unterzeichneten Abkommen zur Zusammenarbeit benachrichtigt“, heißt es in dem Bericht.

    Im Rahmen dieser Maßnahmen werden die an einem Austauschprogramm mit der Türkei teilnehmenden Studenten „so bald wie möglich“ zurück nach Russland gebracht. „Wir möchten betonen, dass es aber keine Beschränkungen für Studenten aus der Türkei geben wird – sie können ihre Ausbildung fortsetzen“, heißt es weiter.

    Nach Angaben des russischen Bildungsministeriums studieren an Russlands Universitäten zum heutigen Zeitpunkt 1.030 türkische Bürger.

    Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe über Syrien hatte Russlands Präsident Wladimir Putin eine Anweisung zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und zu ökonomischen Maßnahmen gegenüber der Türkei unterzeichnet.

    Vorerst wird die Einfuhr von Obst und Gemüse aus der Türkei nach Russland gestoppt. Zum 1. Januar 2016 wird die Visapflicht für türkische Bürger wiederhergestellt, die nach Russland reisen wollen. Die Regierung in Moskau erwägt weitere Sanktionen.

    Am 24. November wurde ein russischer Frontbomber vom Typ Su-24 von einem türkischen F-16-Kampfjet mit einer Luft-Luft-Rakete über syrischem Gebiet abgeschossen und stürzte in Syrien vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt ab. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Abschuss als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer von Terroristen“.

    Nach türkischen Angaben verletzte die russische Maschine den Luftraum der Türkei. Wie der Generalstab der russischen Streitkräfte erklärte, habe die angegriffene Maschine die türkische Grenze nicht überflogen. Dies bestätigen auch die Daten der syrischen Flugabwehr. Washington habe ebenfalls Grund zu glauben, der russische Jet sei über Syrien abgeschossen worden, so Reuters unter Berufung auf eine Quelle aus der US-Präsidialverwaltung. Das Pentagon bestätigt diese Information bislang offiziell jedoch nicht.

    Der nach dem Katapultieren am Fallschirm hängende Flugkommandant Oleg Peschkow wurde durch Terroristen auf von syrischen Turkmenen kontrolliertem Territorium erschossen. Der gerettete Pilot Konstantin Murachtin teilte Journalisten mit, dass der russische Jagdbomber den türkischen Raum nicht verletzt und keine Warnungen von türkischen Piloten bekommen habe.

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    Sanktionen, Su-24, Türkei, Russland