19:36 06 April 2020
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    Unbekannte haben in Köln Menschen aus Pakistan und Syrien angegriffen und verletzt, berichtet die Deutsche Welle unter Berufung auf Polizeiangaben am Montag. Es wirke wie ein verabredeter Rachefeldzug nach den Silvester-Ereignissen.

    Eine Gruppe von etwa 20 Menschen sei am Sonntagabend in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs auf sechs Pakistaner losgegangen. Zwei der Angegriffenen mussten nach der Auseinandersetzung verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

    Wenig später hätten fünf Täter einen 39-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit angegriffen, meldet die dpa. Die Polizei ermittle wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten bestehe, werde noch untersucht.

    Nach Informationen der Kölner Boulevardzeitung „Express" hatte sich eine Gruppe aus Rockern, Hooligans und Türstehern über Facebook verabredet, um in der Kölner Innenstadt „auf Menschenjagd" zu gehen. Ob die Übergriffe einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatten, werde zurzeit noch ermittelt, hieß es.

    Bereits am Nachmittag hatte es Hinweise „auf Personengruppen" gegeben, die „gezielt Provokationen suchen" würden, hieß es. Daraufhin sei die Polizei in der Innenstadt verstärkt im Einsatz gewesen. Bei mehreren Personenkontrollen seien vier Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, sagte der Polizeisprecher. 

    In der Silvesternacht waren Dutzende Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof von Männern sexuell bedrängt und ausgeraubt worden. Die Zahl der Strafanzeigen liegt bereits bei 380. In etwa 40 Prozent der Fälle wird unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Im Visier der Polizei sind größtenteils Personen aus nordafrikanischen Ländern.

     

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    Polizei, Migranten, Köln