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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    „Wir sind ab jetzt wieder asylantenfrei", hat eine Bar in Bad Ischl in sozialen Netzwerken verkündet. Die neuen Besuchsregeln erklärt das Lokal mit einer angeblichen Gefahr sexueller Übergriffe durch Migranten, von denen es sich seit Herbst besonders bedroht sieht.

    Das Lokal hat beklagt, dass es – ähnlich wie in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof – in der Bar immer wieder zu sexueller Belästigung durch Asylbewerber gekommen sei. Weil die Polizei nichts dagegen unternommen habe, sei man dazu übergegangen, am Wochenende zwei Euro Eintritt zu verlangen, berichteten österreichische Medien. Asylwerber sei ein gänzliches Lokalverbot ausgesprochen worden.

    Mehr zum Thema: Silvester-Übergriffe gegen Frauen in Köln

    Die auf Twitter und Facebook erklärte Maßnahme sorgte für heftige Empörung, da der Satz an den Begriff „judenfreie Gebiete“ aus der Nazi-Zeit erinnert.

    ​Dem Lokalbesitzer wird neben dem unangebrachten Sprachgebrauch außerdem Geldmacherei vorgeworfen: Er missbrauche die Tragödie von Köln für eine unberechtigte Einführung von Eintrittsgebühren in seine Bar.

    Laut der Polizei von Bad Ischl soll es sich bei den Vorwürfen jedoch um eine „Fantasiegeschichte" handeln.

    Auf Facebook hat das Lokal die diskriminierende Bekanntmachung bereits gelöscht. Die aktuelle Nachricht lautet:

    Ausländer nach wie vor herzlich willkommen nur handgreifliche Flüchtlinge (Asylwerber) unerwünscht!!

    Posted by Charly's on Dienstag, 12. Januar 2016


    Auf Twitter ist die Meldung weiterhin online:

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    Tags:
    Migranten, Diskriminierung, Nationalsozialismus (Nazismus), Österreich