21:26 04 Dezember 2016
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    Geld für Liebe: Finnische Frauen kaufen minderjährige Migranten

    © AFP 2016/ Peter Kohalmi
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    Ältere finnische Damen haben minderjährigen Flüchtlingen Geld für deren Liebesdienste angeboten, heißt es in einer Meldung der finnischen Boulevard-Zeitung Ilta-Sanomat.

    Die älteren Frauen werden verdächtigt, minderjährigen Flüchtlingen, die alleine nach Finnland gekommen sind, Geld für Intimitäten geboten zu haben. Entgegen der Aussage von Vertretern der Diakonissalaitos-Stiftung  – verantwortlich für die Einrichtung von Aufnahmezentren für minderjährige Migranten – soll die Polizei in Helsinki bislang keine Anzeigen verübter Straftaten erhalten haben.

    Wie der finnische Fernseh- und Radiosender Yle berichtet, werden ankommende Migranten darüber aufgeklärt, wie mit finnischen Frauen umzugehen ist. Doch die Aufklärungsgespräche und die Realität klaffen weit auseinander. Die Flüchtlinge selbst sagen, dass solche unmoralischen Angebote nicht nur den Diakonissalaitos-Schützlingen gemacht worden seien.

    Taina Cederström, Lehrerin im Aufnahmezentrum für Asylbewerber, bestätigte die Vorfälle gegenüber der Zeitung. Wie sie sagte, haben Frauen versucht, die Sexdienste minderjähriger Flüchtlinge während der Weihnachtsfeiertage am Bahnhof von Helsinki zu erwerben. Als Entlohnung wurden den Jungen 20 Euro geboten. Die Lehrerin vermutet, die älteren Finninnen seien zu einer Feier unterwegs gewesen. Zwei solche Fälle haben sich – nach Aussage der Lehrerin – mit Sicherheit ereignet.

    „Möglicherweise haben sich weitere Fälle ereignet“, sagte sie.

    Nach Angaben von Taina Cederström kamen die Stiftungs-Mitarbeiter den Ereignissen auf die Spur, als sie bemerkten, dass die Jungen plötzlich Geld für Zigaretten und andere Dinge hatten. Dabei bekommen die minderjährigen Flüchtlinge in Finnland nur eine geringe Sozialhilfe.

    „Die Ereignisse erinnern inzwischen an Menschenhandel“, ist Cederström besorgt.

    Weiteren Verdacht erweckten auch die Fragen der Jungen. Einer von ihnen fragte, ob die Finninnen küssen könnten, wenn sie es wollten.

    Cederström betont, derartige Ereignisse seien für Finnland neu. Auch früher habe es viele Jugendliche an den Bahnhöfen gegeben. Jetzt tauchen dort 30- bis 40-jährige finnische Frauen auf, um Sex von Minderjährigen zu kaufen. Allem Anschein nach geht es um gebildete und wohlhabende Frauen.

    „Die Jungen sind hübsch. Sie haben wohl etwas an sich. Ich habe noch nie gehört, dass finnische Jungen, die irgendwo rumlaufen, so direkt nach Liebesdiensten gefragt wurden“, betont sie. „Wir versuchen, den Asylsuchenden beizubringen, wie man hier mit Frauen umgeht. Und dann sowas.“

    Cederström befürchtet außerdem, dass minderjährige Migranten jetzt mehr Zeit am Bahnhof verbringen werden. Es bestehe die Gefahr, dass sie an die falschen Leute geraten, dass ihnen Drogen als Verdienstmöglichkeit angeboten würden.

    Die Diakonissalaitos-Vertreterin Marja Pentikäinen berichtete, dass der Vorfall durch Gespräche mit den Minderjährigen ans Tageslicht gekommen sei. Sprach- und Kulturbarrieren erschwerten derartige Gespräche allerdings. „Für die Jungen ist das ein Tabu-Thema. Die jungen Männer kommen aus einem Land mit einer ganz anderen Kultur. Für sie gehört es sich nicht, über Sex und die Beziehung zwischen Mann und Frau zu reden“, sagte sie.

    Indes schrieben finnische Zeitungen am Donnerstag über einen anderen Skandal: eine sexuelle Beziehung zwischen einer Mitarbeiterin des finnischen Roten Kreuzes und einem Asylsuchenden.

    Laut dem Chef des Roten Kreuzes, Pekka Annala, handelt es sich um einen Einzelfall. Die Organisation verbietet jedweden sexuellen Kontakt mit Asylbewerbern. Dies sei unprofessionell. Ob der Fall sich außerhalb der offiziellen Arbeitszeit ereignet habe, sagte er nicht. Die Ausländerbehörde des Landes betrachtet den Vorfall als eine innere Angelegenheit des Roten Kreuzes.

    Traurige Ironie: Am Montag, den 11. Januar, startete in Finnland das Funzi-Programm zur sexuellen Aufklärung und geschlechtlichen Gleichberechtigung für Migranten. Das Programm ist als App in englischer Sprache erhältlich, soll aber bald auf Arabisch und Somali erscheinen. Aufgeklärt wird über solche Themen wie die Gleichberechtigung in der finnischen Gesellschaft, Sexualerziehung, sexuelle Gewalt, Gesundheit und Nötigung. Seit vergangenem Herbst bereits finden in Finnland Gespräche zur Sexualaufklärung mit ankommenden Flüchtlingen statt.

    Seit den Silvester-Ereignissen von Köln wurden in ganz Finnland Patrouillen eingerichtet, die in der Bevölkerung keine eindeutige Resonanz finden: Viele meinen, dass die Straßenpatrouillen für friedliche Migranten wie für die Finnen selbst eine Gefahr darstellen. Im Herbst letzten Jahres gab es einige Fälle von Vergewaltigungen finnischer Mädchen durch minderjährige Migranten, die die finnische Gesellschaft in Aufruhr versetzten.

     

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    Tags:
    Intimitäten, Frauen, Migranten, Finnland
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