12:04 18 Dezember 2017
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    Unglück in Berlin: Flucht überlebt, Lageso nicht

    © Flickr/ Julian Schüngel
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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    In Berlin ist in der Nacht zum Mittwoch ein 24-jähriger Flüchtling gestorben, berichtet die dpa unter Berufung auf Angaben des Bündnisses "Moabit hilft". Zuvor habe der Mann tagelang vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) angestanden.

    Ein Helfer habe den stark fiebernden Mann am Dienstagabend zu sich nach Hause genommen, sagte eine Sprecherin des Bündnisses gegenüber der dpa. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes sei der Mann nach Angaben der Agentur von einem Krankenwagen abgeholt worden. Auf dem Weg habe er einen Herzstillstand erlitten — im Krankenhaus habe nur noch der Tod festgestellt werden können.

    Die ehrenamtliche Helferin Reyna Bruns hatte am Mittwochmorgen in ihrem Facebook-Profil geschrieben:

    So. Jetzt ist es geschehen. Soeben ist ein 24-jähriger Syrer, der tagelang am Lageso bei Minusgraden im Schneematsch…

    Posted by Reyna Bruns on Dienstag, 26. Januar 2016

    Eine Sprecherin der Berliner Sozialverwaltung gab gegenüber FOCUS Online an, dass es noch keine belastbaren Informationen zu dem Vorfall gebe. „Wir prüfen derzeit, was es damit auf sich hat. Wir werden uns äußern, wenn wir Genaueres wissen", so die Amtssprecherin.

    "Moabit hilft" hat seine Anteilnahme via Twitter ausgesprochen:

    ​Berlin Polizei dementierte am Mittwochabend den Tod des Flüchtlings. Der oben erwähnte Twitter-Post wurde entfernt.

    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1281)
    Tags:
    Flüchtlingskrise, LAGESO, Berlin, Deutschland
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