04:56 02 Dezember 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    Migrationsproblem in Europa (1282)
    343554
    Abonnieren

    Das Buch „Soko Asyl“ des Kriminalpolizisten Ulf Küch, das am Freitag auf dem Markt erscheint, wird insbesondere nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln auf gewaltiges Interesse bei Medien und Publikum stoßen. Bereits jetzt ist Küch fast täglich bei einer TV-Talkshow zu Gast.

    Als Leiter der Kriminalpolizei Braunschweig hatte Küch die „Soko Asyl“ gegründet, nach dem es rund um eine Landesaufnahmestelle vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen gekommen war. Küch und seine Kollegen wollten wissen, ob und wenn, welche Gruppen von Flüchtlingen für Straftaten verantwortlich waren.

    Ein Ergebnis der Sonderkommission: Flüchtlinge begehen im Durchschnitt nicht mehr Verbrechen als Deutsche.

    „99,5 % der Menschen, die zu uns kommen, sind absolut sauber“, sagte Küch gegenüber sputniknews und weiter: „Außerdem möchte ich klarstellen, dass wir gegen Straftäter ermitteln und nicht gegen Flüchtlinge“.

    Bei ihren Ermittlungen fiel den Polizisten auf, dass wenige Straftäter für ihre Verbrechen juristisch bestraft wurden. Der Grund dafür war einfach: Die Täter wechselten häufig ihre Aufenthaltsorte und waren deshalb schwer zu belangen.

    „Wir haben in Ostdeutschland einen Fall, da hatten die Jungs 20 Strafbefehle unter der Matratze liegen“, so Küch. „Es ist egal, ob er Mustafa oder Herbert heißt! Uns ist wichtig, dass ein Straftäter zur Verantwortung gezogen wird“.

    Erste Erfolge gebe es laut Küch bereits: Niedersachsen hätte als erstes Bundesland auf die Ermittlungen der „Soko Asyl“ reagiert. Der Innenminister habe vor zwei Wochen angewiesen, dass an jedem Flüchtlingsstandort eine Sonderkommission eingerichtet werden soll.

    Migranten, aus Dänemark kommend, treffen in Malmo, Schweden ein
    © AFP 2020 / TT NEWS AGENCY / Johan Nilsson

    Zu den Vorfällen in  Köln stellt Küch gegenüber sputniknews fest: „Das hat mit Flüchtlingen nichts zu tun. Das sind Banden, teilweise mit Migrationshintergrund, aber auch teilweise mit Männern, die im Status eines Asylsuchenden nach Deutschland gekommen sind und noch nicht abgeschoben werden konnten. Diese Banden brechen in Wohnungen ein und begehen Taschendiebstähle.“

    Aus den Erlösen des Buchs „Soko Asyl“ bekommen Küch und seine Kollegen im Übrigen nicht einen einzigen Cent. „Das Geld kommt einer Stiftung in Braunschweig zu Gute. Sie unterstützt Kinder aus sozial schwachen Familien, damit die sich Sportvereine und Klassenfahrten leisten können“.

    Und er fügt hinzu: „Und das ist jetzt erweitert worden auf Flüchtlingskinder“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1282)

    Zum Thema:

    Unglück in Berlin: Flucht überlebt, Lageso nicht
    Schweden schockiert über Mord an Flüchtlingshelferin
    Plan A2 statt Plan B: Merkels Parteikollegin schlägt eigene Krisenlösung vor
    Deutschland weist täglich bis 200 Flüchtlinge zurück
    Tags:
    Migranten, Ulf Küch, Köln, Deutschland