04:30 25 September 2017
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    Polizei überwacht Flüchtlinge, die in Schweden ankommen

    Stockholm: Verstärkte Überwachung von Asylheimen nach vereiteltem Anschlag

    © REUTERS/ Johan Nilsson
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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Der schwedische Migrationsdienst hat die Sicherheitsvorkehrungen in den Asylunterkünften rund um Stockholm verstärkt. Ausgelöst wurde diese Maßnahme durch die Verhaftung von 14 Personen, die einen Angriff am Montag auf eine Unterkunft geplant haben sollen, wie die Pressestelle der Behörde mitteilt.

    „Wir haben die Entscheidung getroffen, die Unterkünfte in der Stockholmer Umgebung verstärkt zu überwachen“,  so die Worte der Sicherheitschefin der Behörde, Monica Karum Bergvall. Die Maßnahmen gelten für alle Heime, wo es diese noch nicht gibt, wie es in der Erklärung des Migrationsdienstes heißt, und sollen mittlerweile bereits in Kraft getreten sein.

    Die Stockholmer Polizei hatte in der Nacht zum Dienstag 14 mutmaßliche Täter festgenommen, die einen Anschlag auf die Asylunterkunft in der Stadt Nynäshamn, 50 km von der Hauptstadt entfernt, geplant haben sollen. In den Autos der Männer waren nach Angaben der Polizei Schlagstöcke, Äxte und Eisenstangen gefunden worden. Die Festgenommenen sind laut Medienberichten Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren, darunter auch in Schweden arbeitende Polen.

    Migranten in Schweden
    © REUTERS/ Stig-Ake Jonsson/TT News Agency
    Zum Zeitpunkt der Festnahme befanden sich die mutmaßlichen Attentäter in der Nähe der Asylunterkunft, in der rund 100 Flüchtlinge untergebracht sind, darunter auch Kinder.

    „Ich bin noch nie mit so etwas oder ähnlichem konfrontiert worden – dass man solche Waffen hatte oder ein Angriff mit solchem Ausmaß geplant war“, sagte die Sicherheitschefin des schwedischen Migrationsdienstes.

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    Anschlag, Polizei, Migranten, Stockholm, Schweden