10:57 30 März 2017
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    Anti-Terror-Einsatz der französischer Polizei in Saint Denis bei Paris

    Hatten Attentäter von Paris nuklearen Anschlag auf Europa geplant?

    © REUTERS/ Christian Hartmann
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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Die Pariser Attentäter vom 13. November könnten einen nuklearen Anschlag in Europa geplant haben, schreibt die belgische Zeitung „Derniere Heure“ unter Berufung auf Quellen.

    Bei einer Razzia während der Fahndung nach den Attentätern von Paris habe die belgische Polizei ein Video mit einer Dauer von mehreren Stunden sichergestellt. Auf dem Video, das mit einer versteckten Kamera gedreht wurde, sei die Wohnungstür des Direktors des belgischen Atomforschungsprogramms in der Region Flandern zu sehen, schreibt die Zeitung. Zwei unbekannte Personen hätten die Kamera abgeholt. An der Verbindung dieser Männer zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ habe die belgische Polizei keinen Zweifel, so das Abendblatt.

    „Die Fahndung nach der Pariser Terrorzelle hat die belgischen Ermittler auf die Spur eines Beweisstückes geführt, welches das eigentliche Ziel der Terroristen belegt. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass das Ziel ein atomarer Anschlag auf europäischem Territorium gewesen ist“, schreibt die belgische Zeitung.

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    Am Abend des 13. Novembers hatten drei Terrorgruppen eine koordinierte Serie von Anschlägen in Paris und dem Pariser Vorort Saint-Denis verübt. Drei Dschihadisten hatten vor dem Stade de France, wo ein Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich stattfand, Sprenggürtel gezündet. Eine weitere Gruppe – bestehend aus vermutlich vier Personen, von denen eine sich weiterhin auf der Flucht befindet – hatten Cafés und Restaurants im Nord-Osten der französischen Hauptstadt attackiert. Drei weitere Terroristen hatten im Konzertsaal „Bataclan“ Geiseln genommen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 130 Menschen getötet, über 350 Menschen wurden verletzt. Zehn in Belgien festgenommene Verdächtige wurden wegen der Terroranschläge angeklagt.

    Themen:
    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)

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    Tags:
    Terroranschläge in Paris, Terrormiliz Daesh, Frankreich
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    Alle Kommentare

    • Robi
      Eine interessante Theorie, die sich die belgische Zeitung erdenkt.
      Schon wieder nur Angstmacherei!
    • avatar
      Ich verstehe gerade die Schlussfolgerung in dem Artikel nicht. Bei einer Razzia gegen Terrorverdächtige wurde ein Video sichergestellt, dass die Wohnungstür des Direktors des belgischen Atomforschungsprogramms zeigt. Und allein daraus schließt man, dass ein atomarer Anschlag geplant war? Wie genau ist man zu dieser Schlussfolgerung gelangt? Für einen atomaren Anschlag gebraucht es schon einiges mehr als das Filmen einer Wohnungstür. Da ändert auch die Tatsache nichts daran, dass es die Wohnungstür des Direktors eines Atomforschungsprogrammes ist. Die Täter müssten auch an genügend spaltbares Material gelangen, sowie auch über die Technologie/Ausrüstung und das Knowhow verfügen, um eine A-Bombe zu bauen. Und sie müssten die genauen Wege kennen, um an genau diese Dinge heranzukommen, völlig unbemerkt versteht sich! Natürlich kann es sein, dass Terroristen davon träumen, einen solchen Anschlag zu vollführen. Aber selbst Terroristen haben Träume. Aber Träume sind noch weit entfernt von jeglicher Planung.
    • Alex Ro
      oh weija
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