03:10 16 Dezember 2019
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    GPD-Chef zu Polizeieinsatz von Clausnitz: „Der Junge ist geschützt worden!“

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Donnerstagabend im sächsischen Clausnitz: Ein wütender Mob belagert einen Flüchtlingsbus. Die hasserfüllte Meute schreit den verängstigten Menschen, darunter Frauen und Kindern, entgegen: "Wir sind das Volk" und "Weg mit euch"! Das Video hat in den sozialen Netzwerken die Runde gemacht, die Empörung über den Fremdenhass ist gewaltig.

    In der Kritik steht auch die Polizei: Ein weiteres Video zeigt, wie ein Polizist einen Jungen aus dem Flüchtlingsbus packt und in das Flüchtlingsheim zerrt. Während Medien und Politiker die Brutalität des Polizisten anprangern, verteidigt der Polizeipräsident von Chemnitz das Vorgehen seiner Beamten. 

    Die Polizeidirektion Chemnitz wollte SputnikNews dazu kein Interview geben. Dafür äußerte sich Hagen Husgen, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Sachsen. Auch er nimmt die Polizei gegen Kritiker in Schutz, speziell den Beamten, der den Jungen aus dem Bus trägt. „Er hatte den Auftrag, die Flüchtlinge zu schützen. Und diesemnAuftrag ht er erfüllt“. Für Husgen war das entschlossene Zupacken des Polizisten genau richtig: „Ich möchte nicht in der Lage der Polizisten stecken, wenn die Lage eskaliert. Wenn der Bus geschaukelt wird oder Brandsätze fliegen“, sagt der Gewerkschaftsboss. „Denn dann hätte es geheißen, die Polizei hätte teilnamslos daneben gestanden“, erklärte Husgen.

     


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