17:34 27 Juni 2017
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    Migranten an der Grenze Mazedonien-Griechenland

    UN protestiert gegen EU-Türkei-Pakt: Helfer verlassen griechische Hotspots

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    Migrationsproblem in Europa (1276)
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    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat aus Protest gegen den EU-Türkei-Deal seine Aktivitäten in allen blockierten Unterkünften auf griechischen Inseln ausgesetzt, wie die Organisation auf ihrer Webseite mitteilt.

    Den Menschen werde nicht mehr erlaubt, die Lager zu verlassen, sie seien dort eingesperrt, beklagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming in Genf. Das verstoße gegen UN-Grundsätze.

    „Das UNHCR hat bis zu diesem Zeitpunkt die Behörden an den sogenannten ‘Hotspots’ auf den griechischen Inseln unterstützt. Flüchtlinge und Migranten wurden dort empfangen, unterstützt und registriert. Nach den neuen Regelungen sind diese ‘Hotspots’ nun zu Hafteinrichtungen geworden“, heißt es in der UNHCR-Erklärung.

    Das UNHCR werde jedoch auch weiterhin vor Ort präsent sein, um sicherzustellen, dass die nötigen Sicherheitsstandards beachtet werden. Zudem informiere das UN-Flüchtlingswerk Schutzsuchende weiter über ihre Rechte und Pflichten und das Asylverfahren.

    Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt sieht vor, dass die Türkei ab dem 4. April diejenigen Flüchtlinge zurücknimmt, die illegal nach Griechenland einreisen. Für jeden zurückgenommenen illegalen Migranten soll die EU einen bereits registrierten Flüchtling von der Türkei übernehmen und unterbringen.

    Alle Asylsuchenden erhalten eine Einzelfallprüfung. Nur wer nachweisen kann, dass er in der Türkei verfolgt wird, darf in Griechenland bleiben.

    Bereits am Samstag beschleunigten die griechischen Behörden den Transfer von rund 8.000 Flüchtlingen und Migranten aufs Festland. Ziel der Maßnahme war es, diejenigen, die vor dem 20. März 2016 die Inseln erreichten von denjenigen zu trennen, die später ankamen und damit dem neuen Flüchtlingsabkommen unterliegen.

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    Tags:
    Migranten, Flüchtlingskrise, Türkei, Europäische Union, Griechenland
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