20:21 06 Juni 2020
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    Das aktive religiöse Leben in Synagogen ist zumeist nichts für Frauen, für Gefängnisinsassinnen sowieso nicht. Nun aber will eine Haftanstalt im Gebiet Leningrad speziell für Damen hinter Gittern eine jüdische Gebetsstätte eröffnen, wie es in einem Bericht der Föderation der jüdischen Gemeinden Russlands heißt.

    Die Synagoge soll in der Strafkolonie №2 von St. Petersburg und dem Gebiet Leningrad eröffnet werden. Vor diesem Beschluss habe die Föderation der jüdischen Gemeinden Russlands die Inhaftierten vier Jahre lang betreut.

    „Vor nicht langer Zeit äußerten die weiblichen Gefangenen den Wunsch, ihre Beziehungen zur jüdischen Gemeinde zu stärken. Der Föderaler Vollstreckungsdienst erteilte dann die Erlaubnis, ein Gebetszimmer für diese Menschen zu eröffnen“, teilte der Föderationsvorsitzende Alexander Boroda mit.

    Das Geld für Möbel und religiöse Literatur seien mit der Hilfe von Förderern und Spenden eingesammelt worden.  Im kommenden Monat will die Föderation der jüdischen Gemeinden in dieser Synagoge das  Passahfest abhalten und die Gefängnisinsassinnen über die jüdischen Traditionen und die Geschichte des religiösen Festes aufklären.

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    Tags:
    Synagoge, Juden, Frauen, St. Petersburg, Russland