09:05 13 Dezember 2019
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    „Danke, Rzeszów!“: Russen bedanken sich für nicht abgerissenes Sowjetdenkmal

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    Das polnische Rzeszów hat sich geweigert, ein sowjetisches Ehrenmal abzureißen, das der Befreiung der Stadt durch die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg gedenkt. Im Rahmen einer Internetaktion bedanken sich nun zahlreiche russische Bürger bei den Einwohnern der Stadt, die trotz einer Anordnung von oben ihrem kollektivem Gedächtnis treu blieben.

    Der Journalist aus Kaliningrad, Andrej Wipolzow, hat im Internet eine Solidaritätsaktion für die polnische Stadt Rzeszów (Woiwodschaft Karpatenvorland) gestartet, die sich geweigert hatte trotz landesweiter Abriss-Pläne sowjetischer Kriegsdenkmäler, „ihr“ Mahnmal abzureißen.

    „Liebe Freunde! Ich schlag vor, uns solidarisch zu zeigen und die Stadtbehörden von Rzeszów zu unterstützen, die sich weigerten, das der Roten Armee gewidmete Gedenk-Monument zu demontieren“, schrieb Wipolzow in einem Facebook-Post.

    Unter dem Hashtag ‪#‎thanks_Rzeszow posten nun immer mehr russische Bürger Fotos, wo sie sich bei der polnischen Kleinstadt bedanken. Sie halten Aufschriften in der Hand mit „Dziekujemy Rzeszowi za pamiec“, was so viel wie „Danke Rzeszów fürs Andenken“ bedeutet.

    Der Bürgermeister von Kaliningrad:

    Anfang der Woche hatten die Stadtbehörden von Rzeszow die Initiative des Europäischen Zentrums zur Verfolgung kommunistischer und faschistischer Verbrecher abgelehnt, ein sowjetisches Mahnmal in Rzeszów zu demontieren.

    „Denkmäler dürfen nicht abgerissen werden“, sagte Maciej Chłodnicki, Sprecher des Oberbürgermeisters von Rzeszów.

    „Mit der Demontage des Denkmals werden wir die Geschichte nicht ändern. Wer hat Rzeszów befreit? Die Rote Armee. Das ist eine historische Tatsache. Das, was sich später abspielte, ist eine andere Sache. Aber es ist klar, dass wir von der Roten Armee befreit wurden. Millionen junge Menschen, die mit der Politik gar nichts zu tun hatten, mussten dabei sterben“, betonte er.

    Zuvor hatte das polnische Institut für nationales Gedenken (IPN) seine Pläne bekannt gegeben, landesweit mehr als 500 sowjetische Kriegsdenkmäler an öffentlichen Stellen abzureißen. Denkmäler, unter denen sterbliche Überreste sowjetischer Soldaten ruhen, sollen unangetastet bleiben.

    Bei der jüngsten Umfrage hatten sich rund 90 Prozent der Bewohner von Rzeszów gegen die Demontage des sowjetischen Denkmals in ihrer Stadt ausgesprochen.

     

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    Tags:
    Denkmal, Facebook, Rote Armee, Rzeszów, Russland, Polen