00:13 22 September 2018
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    Liquidatoren der Folgen der Tschernobyl-Tragödie

    Putin: Mut der Liquidatoren rettete Welt vor größeren Folgen der Tschernobyl-Tragödie

    © Foto : Igor Kostin
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat in einem Telegramm an die Teilnehmer der Beseitigung der Folgen der Havarie im AKW Tschernobyl den Mut und die Aufopferung der Liquidatoren hervorgehoben, wodurch das Ausmaß der Tragödie verringert werden konnte.

    „Tschernobyl ist eine ernste Lehre für die ganze Menschheit geworden, und seine Folgen finden bis heute einen rauen Widerhall in der Natur und in der Gesundheit der Menschen. Das Ausmaß der Tragödie hätte unendlich größer sein können, wären nicht der beispiellose Mut und die Aufopferung der Feuerwehrleute, der Militärangehörigen, der Fachleute und des medizinischen Personals gewesen, die in Ehren ihre Berufs- und Bürgerpflicht erfüllt haben“, heißt es in dem Telegramm.

    Wie der Präsident sagte, haben viele Spezialisten ihr eigenes Leben geopfert, um andere zu retten.

    „Mit vollem Recht betrachten wir die Liquidatoren der Folgen dieser schrecklichen Katastrophe als echte Helden und verneigen uns vor dem lichten Andenken jener, die ihr Leben gelassen haben“, so der Staatschef.

    Der Präsident dankte den in Tschernobyl eingesetzten Liquidatoren, die ihre aus dem Leben gerissenen Kameraden nicht vergessen, deren Familien unterstützen und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen.

    Der Internationale Gedenktag an die Opfer von Strahlenunfällen und —katastrophen wird am 26. April begangen. An jenem Tag ereignete sich 1986 die Havarie im Atomkraftwerk Tschernobyl, die als größter nuklearer Unfall des 20. Jahrhunderts gilt. Der vierte Reaktorblock des Kraftwerks wurde durch eine Explosion zerstört. In der umliegenden 30-Kilometer-Zone mussten 115.000 Menschen evakuiert werden. An der Liquidierung der Folgen jener Katastrophe  nahmen mehr als 600.000 Bürger der Sowjetunion teil.

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    Atomkraftwerk Tschernobyl, Wladimir Putin, Tschernobyl