04:22 24 Februar 2020
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    Odessa: Abriss des letzten Lenin-Denkmals scheitert an deutschem Kleber

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    Den ukrainischen Behörden ist es nicht gelungen, das letzte Lenin-Denkmal in der Schwarzmeerstadt Odessa abzutragen. Nach Angaben des Onlinemagazins Life scheiterten die Arbeiter an kräftigem deutschem Klebstoff.

    Die Arbeiter haben am Dienstagmorgen mit der Demontage begonnen. Die zehn Meter hohe Statue sollte in sieben Bestandteile zerlegt und abtransportiert werden. Doch nach einigen Stunden wurden die Arbeiten abgebrochen. Der Grund ist unbekannt.

    Laut Medienangaben konnte ein deutscher Klebstoff den Abriss des Denkmals verhindert haben. Mit ihm waren einzelne Teile des Monuments bereits 2006 wieder zusammengeklebt worden, nachdem das Denkmal aus dem Stadtkern näher an den Stadtrand verlegt worden war. Auch ist nicht auszuschließen, dass die Demontage wegen Protesten der Bewohner eingestellt wurde. Immerhin steht die Lenin-Statue vorerst weiter auf ihrem Platz.

    In der Ukraine gilt seit einem Jahr ein „Entkommunisierungs“-Gesetz, das den Abriss von sowjetischen Denkmälern landesweit sowie eine Umbenennung von Ortschaften mit zu Sowjetzeiten vergebenen Namen vorschreibt. Diese Anordnung stößt sogar im Westen des Landes auf Widerstand der Bevölkerung.

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    Odessa, Ukraine