10:59 01 Oktober 2020
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    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat das Eindringen schädigender Spionage-Programme in die Computernetze von etwa 20 russischen Organisationen festgestellt, wie das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit der Behörde mitteilt.

    Betroffen seien Computer von Organen der Staatsmacht, wissenschaftlichen und militärischen Institutionen, Betrieben der Rüstungsindustrie und  anderen Objekten der kritisch wichtigen Infrastruktur des Landes.

    Der FSB hebt den gezielten Charakter der Verbreitung des Virus hervor, was eine professionell geplante  Operation vermuten lässt. Nach Experteneinschätzungen ähnele diese Software in ihrer Stilistik und den Infizierungsmethoden dem, was bei Aufsehen erregender Cyber-Spionage-Operationen in Russland als auch in aller Welt genutzt worden sei.

    Die Spionage-Programme seien für jedes Opfer individuell geschrieben worden, gestützt auf die einmaligen Charakteristika der anzugreifenden Computer. Diese zielgerichteten Angriffe sollen über E-Mails mit schädigendem Inhalt erfolgt sein.

    Nachdem ein Schaden bringendes Programm eingeschleust ist, bringt es die erforderlichen Module ein und kann danach die Netzkommunikation abfangen, belauschen, Bildschirmkopien anfertigen, eigenständig die Webcams und Mikrofone und mobile Geräte einschalten, Audio- und Videoaufzeichnungen machen und auch die gedrückten Tasten anzeigen.

    Wie in der Mitteilung betont wird, hat der FSB zusammen mit Ministerien und Behörden komplexe Maßnahmen zur Feststellung aller „Opfer“ des schädigenden Programmes in Russland, aber ebenfalls zur Lokalisierung der Bedrohungen und zur Minimierung des durch seine Verbreitung zugefügten Schadens ergriffen.

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    Tags:
    Spionage, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB)