04:58 21 Oktober 2020
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    Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich den Befürwortern von Burkinis (muslimischen Ganzkörperbadeanzügen) zur Seite gestellt, meldet France Presse.

    „Wir müssen über Toleranz hinausgehen. Können wir in Kanada von Akzeptanz, Offenheit, Freundschaft, Verständnis reden? Den Weg müsen wir gehen, das ist das, was wir jetzt jeden Tag in unseren vielfältigen und reichen Gesellschaften erleben, nicht trotz, sondern wegen dieser Unterschiede“, schloss Trudeau.

    Laut dem kanadischen Politiker soll im öffentlichen Diskurs „der Respekt vor den individuellen Rechten und Entscheidungen“ hervorgehoben werden.

    Frankreichs Premierminister Manuel Valls hatte Bürgermeister unterstützt, die in ihren Orten das Tragen von Burkinis, die allen Anforderungen der Scharia an die Kleidung einer Muslimin entsprechen, an den Stränden untersagt haben. Die Idee eines Badeanzugs wie der Burkini geht ihm zufolge davon aus, dass die Frauen ursprünglich „lasterhaft“ seien und ihren Körper vollkommen verhüllen müssten, was nicht den französischen Werten entspreche.

    In mehreren europäischen Urlaubsorten war in diesen Tagen eine Diskussion um das Burkini-Verbot entbrannt. Das Tragen der den weiblichen Körper ganz verhüllenden muslimischen Badebekleidung an öffentlichen Stränden sollte untersagt werden. Die erste französische Stadt, in der ein Burkini-Verbot eingeführt wurde, war Cannes, inzwischen haben sich dem mehrere andere Städte angeschlossen.

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    Manuel Valls, Justin Trudeau, Cannes, Frankreich, Kanada