14:21 24 Juni 2017
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    Good Bye, Willkommenskultur: Hälfte der Deutschen sieht „zu viele Immigranten“

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    Migrationsproblem in Europa (1275)
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    Eine internationale Umfrage hat die Furcht vor „unkontrollierter Zuwanderung“ und Terror belegt. Rund 49 Prozent aller befragten Europäer sind der Meinung, dass die Ausmaße der Immigration zu groß sind, wobei etwa jeder fünfte der deutschen Befragten diesen Prozess nicht positiv bewertet hat.

    Die internationale Umfrage des Instituts Ipsos ist unter 16.000 Menschen in 22 Ländern durchgeführt worden. 49 Prozent der Befragten weltweit räumten ein, dass es „zu viele Immigranten“ in ihrem Land gebe. Laut der Befragung ist dabei jeder zweite deutsche Bürger dieser Auffassung.

    46 Prozent aller Umfrageteilnehmer (44 Prozent in Deutschland) sind der Meinung, dass die Immigration ihr Land in einer Weise verändere, die ihnen nicht gefällt. 60 Prozent (70 Prozent in Deutschland) äußerten die Sorge, dass Terroristen unter dem Deckmantel von Flüchtlingen in ihr Land eindringen könnten. Ganze 40 Prozent hätten nichts dagegen, wenn die Grenzen ihres Landes geschlossen werden. Auch in Deutschland sind vier von zehn Bürgern für die Grenzschließung.

    Nur 18 Prozent der Deutschen gaben an, dass die Auswirkungen der Zuwanderung positiv seien. Dabei vermutet jeder zweite Deutsche, dass die meisten Ankommenden Wirtschaftsflüchtlinge sind.

    Nur 38 Prozent der deutschen Befragten denken, dass die Flüchtlinge sich erfolgreich in die Gesellschaft integrieren können, 51 Prozent sehen das nicht so. In ganz Europa sind über 60 Prozent ebenfalls der Meinung, dass eine Integration kaum möglich ist.

    Laut Ipsos-Direktor Yves Bardon belegt die Umfrage „eine gestiegene Furcht vor unkontrollierter Zuwanderung nach Europa“.

     

    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1275)

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Migranten, EU, Deutschland
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