02:35 20 August 2017
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    Cent-Preller

    Knöllchen-Streich: Ein Pfennig-Fuchser muss zur Kasse

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    Gesellschaft
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    Ein Mann aus Mecklenburg-Vorpommern muss ein Bußgeld von 28,51 Euro bezahlen. Er hatte ein Zehn-Euro-Knöllchen bezahlt – aber nur mit 9,99 Euro und das mit voller Absicht, berichtet die „Ostseezeitung“.

    So etwas nennt man wohl „Cent-Preller“. Wegen Falschparkens flatterte Dietmar Plöhn aus Klütz ein Bußgeld ins Haus. Er sollte zehn Euro bezahlen. Laut dem Zeitungsbericht überwies er aber nur 9,99 Euro. „Ich will aus Ärger Spaß machen. So etwas habe ich bei Blitzern schon häufig gemacht und es kam nie etwas zurück“, erzählt Plöhn der Ostseezeitung.

    Dieses Mal hatte er die Rechnung aber ohne das Amt Klützer Winkel gemacht. Das verstand nämlich keinen Spaß. Es leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Pfennig-Fuchser ein: Jetzt musste Plöhn weitere 28,51 Euro zahlen. Teurer Spaß für einen Cent.

    Allerdings nahm er ihn wieder mit Humor. Laut Ostseezeitung zog er von dieser Summe wieder einen Cent ab. Wie das bei den Beamten in Klütz ankommt, steht noch nicht fest. Allerdings haben die sich überlegt, wie sie solche Fälle in Zukunft vermeiden wollen. Durch einen Kontrollmechanismus sollen unvollständige Zahlungen zurück überwiesen und die Betroffenen angeschrieben werden, dass ein Bußgeldverfahren droht, zitiert die Ostseezeitung Arne Longerich, Fachbereichsleiter im Bürgeramt in Klütz.

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