12:01 17 August 2017
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    Russlands Oberrabbiner Beler Lazar (links) und der Vorsitzende des Jüdischen Museums und Zentrums für Toleranz Boruch Gorin (rechts)

    Europäische Rabbiner positiv erstaunt über fehlenden Antisemitismus in Russland

    © Sputnik/ Yekaterina Chesnokova
    Gesellschaft
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    Europäische Rabbiner haben bei ihrem Treffen in Moskau ihr Erstaunen über fehlenden Antisemitismus in Russland geäußert, sagte der Oberrabbin Russlands, Berel Lazar.

    „Das wichtigste Problem, das es heute in Europa gibt, besteht darin, dass unsere Brüder eine neue Welle des Antisemitismus erleben, die es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat“, sagte Lasar.

    Viele Teilnehmer haben laut dem Oberrabbiner bemerkt, dass man in Moskau frei durch die Stadt gehen kann. Dabei brauche man keine Angst zu haben, selbst in religiöser Kleidung fühle sich man in Sicherheit.

    An der Veranstaltung in der russischen Hauptstadt nahmen etwa 500 Rabbiner aus mehr als 30 europäischen Ländern teil. Die Geistlichen gedachten der jüdischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Bei dem Forum wurden die Terrorbekämpfung, die Lage der jüdischen Gemeinden in Russland und anderen Ländern sowie der Dialog zwischen verschiedenen Nationen und Religionen besprochen. Zudem erörterten die Rabbiner die Zukunft des Judentums in Europa.

    In Europa hat die Zahl der Verbrechen gegenüber Juden in letzter Zeit zugenommen. Am 19. August war ein Mann in Straßburg mit einem Messer auf einen Rabbiner losgegangen. Dabei hatte er „Allahu Akbar“ gerufen. Im November 2015 hatten drei Unbekannte in Marseille einen jüdischen Lehrer auf offener Straße angegriffen. Im Februar desselben Jahres wurde in Kopenhagen ein Wachmann vor einer Synagoge erschossen.

    Tags:
    Juden, Moskau, Russland
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