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    Erdbeben in Amatrice, 24. August 2016

    Blutende Erdbebenopfer als Nudeln: Amatrice klagt gegen „Charlie Hebdo“

    © REUTERS / Emiliano Grillotti
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    Knapp drei Wochen nach dem schweren Erdbeben mit fast 300 Toten hat die mittelitalienische Berggemeinde Amatrice eine Beschwerde gegen „Charlie Hebdo“ eingereicht, berichtet ANSA. Die französische Satire-Zeitschrift hatte ausblutende Erdbebenopfer als Nudelgerichte „auf italienische Art“ dargestellt.

    Die umstrittene Zeichnung vom 31. August zeigte einen verletzten Mann unter dem Titel „Penne mit Tomatensoße“. Eine weitere Figur mit Verbrennungen wurde als „Penne überbacken“ bezeichnet, ein drittes Bild zeigte unter Schutt begrabene Leichen unter der Überschrift „Lasagne“. Eine weitere Karikatur spielte darauf an, dass die Gebäude, die als erdbebensicher galten und doch einstürzten, von der „Mafia“ gebaut worden seien.

    ​Der Vorwurf, den die Gemeinde am Montag vor einem Gericht der Stadt Rieti vorbrachte, lautet auf schwere Diffamierung. Rechtsanwalt Mario Cicchetti, der im Namen der Gemeinde die Klage einreichte, bezeichnete die Karikaturen als „schreckliche, sinn- und gewissenslose Beleidigung der Opfer“.

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    Tags:
    Charlie Hebdo, Frankreich, Italien