05:54 22 November 2019
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    Am Absturzort der russischen A321 auf der Sinai-Halbinsel

    A321-Absturz über dem Sinai: So kam die Bombe an Bord

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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Experten einer internationalen Kommission haben festgestellt, wo genau an Bord der russischen Airbus A321 sich die Bombe befand, die 224 Passagiere über der Sinai-Halbinsel in den Tod befördert hat, berichtet die Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf eigene, der Ermittlung nahestehende Quellen.

    Die Explosion ereignete sich demnach im Heck des Flugzeuges, nahe der letzten Sesselreihe. Das Epizentrum befand sich allerding nicht direkt hinter den Sesseln, sondern zwei Meter unter im Bulk Hold Compartment, wo Über- und Sondergepäck wie Kinderwagen, Fahrräder und Ähnliches transportiert werden.

    Die Experten schließen laut „Kommersant“ nicht aus, dass die Terroristen einen ägyptischen Sicherheitsbeamten am Flughafen Scharm El-Scheich benutzten, um die Bombe an Bord der Maschine zu bringen. Das Übergepäck wird gesondert zum Flugzeug gebracht. Das Paket mit der Bombe war den Ermittlern zufolge als erstes in den Gepäckraum gebracht und dann mit größeren Gegenständen zugestellt worden.

    Die bisher schwerste Katastrophe in der Geschichte der sowjetischen bzw. russischen Zivilluftfahrt hatte sich am 31. Oktober 2015 ereignet. Ein Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der von Scharm El-Scheich nach St. Petersburg unterwegs war, stürzte über der Halbinsel Sinai ab. Niemand von den 224 Insassen überlebte. Nach Angaben des russischen Sicherheitsdienstes FSB wurde die Katastrophe durch einen Sprengstoffanschlag verursacht.

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    A-321, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Sinai-Halbinsel