20:35 22 September 2020
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    Von nun an können britische Frauen sich per Fingerabdruck einen idealen Samenspender „aus gutem Hause“ für ihr zukünftiges Kind aussuchen, berichtet The Times. Ein Orwell'sches Zukunftsszenario lässt grüßen.

    Die App „London Sperm Bank Donors”, oder wie sie scherzhaft auch „Order a daddy” (Bestell dir einen Papa) genannt wird, ist demnach die weltweit erste Smartphone-App, mit der man sich einen Erzeuger digital aussuchen kann. Tausende Profile in einem Samenspender-Register bieten Britinnen nun die Möglichkeit, sich das Aussehen, Haar-, Haut- und die Augenfarbefarbe des zukünftigen künstlichen Befruchters auszusuchen.

    Zudem kann man die Suchergebnisse auch nach dem Intellekt, Ausbildungsstand und den Persönlichkeitseigenschaften des Kindsvaters filtern. Ihr Kind soll gut Cricket spielen und eine Leidenschaft für Teezeremonien haben?  Kein Problem: In Sekundenschnelle  kann die Britin ein Prachtexemplar von Mann aussuchen, dem diese Hobbys wortwörtlich im Blut liegen. Dafür müssen die Männer in der Datenbank einfach zuvor einen detaillierten Lebenslauf angeben.

    Maus aus Reagenzglas
    © AP Photo / Courtesy Xiao-Yang Zhao/Southern Medical University

    Das kleine bisschen Samenspende  kostet umgerechnet etwa 1.000 Euro – die Dienstleistung beim Aussuchen des idealen „Nichtpartners“ ist garantiert gratis. Sobald die Frau das Geld via App bezahlt hat, wird die Samenprobe direkt an eine Fertilitätsklinik ihrer Wahl gesendet.

    Für die Erfüllung ihres Kinderwunsches muss die zukünftige Mama jedoch wie stets in die Klinik fahren. Das technische Niveau einer scheinbar unbefleckten Online-Empfängnis hat die Menschheit, gottlob, noch nicht erreicht.

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    Tags:
    Befruchtung, Samenspender, Samen, Sperma, Kinder, George Orwell, Großbritannien