02:17 16 Dezember 2017
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    Tu-154-Tragödie: US-Chor singt russische Nationalhymne

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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    „Egal ob Russe oder Amerikaner – wir empfinden den Verlust gemeinsam“: Zum Gedenken an die Opfer der Tu-154-Katastrophe über dem Schwarzen Meer, bei der Dutzende Sänger und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors ums Leben gekommen waren, hat ein US-Chor in New Jersey die russische Nationalhymne gesungen.

    Es ist bereits das zweite Mal, dass die Choristen des Internationalen Schiller-Institutes  die russische Hymne zum Gedenken an die Opfer der Tragödie über dem Schwarzen Meer singen. Während der Aufführung, die am 7. Januar in Bayonne stattfand,  hielten Mitarbeiter der örtlichen Polizei und Feuerwehr die Flaggen Russlands und der USA.

    „Egal, ob wir Russen oder Amerikaner sind – wir empfinden gemeinsam denselben Verlust und wollen uns gegenseitig wirklich Frieden und Glück wünschen“, sagte ein Feuerwehrmitarbeiter.

    Einwohner legten Blumen am „Denkmal für den Kampf gegen den Weltterrorismus“, das ein Geschenk  des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 2006 für die Stadt Bayonne ist.

    „Im Namen des internationalen Schiller-Institutes möchte ich Ihnen unser tiefstes Mitgefühl für den tragischen Verlust der 92 Menschen aussprechen, die bei dem Flugzeugabsturz auf dem Weg nach Syrien ums Leben gekommen sind“, heißt es in einer Kondolenzbotschaft des Schiller-Instituts.

    Dieser Unfall sei umso mehr ein Grund zur Trauer, „da die Musik und der patriotische Geist, der die Mitglieder des Alexandrow-Ensembles auszeichneten, dem syrischen Volk eine Botschaft der Hoffnung“ gebracht hätten.

    Am 25. Dezember war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt.

    An Bord befanden sich acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)

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