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20:46 20 Oktober 2019
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    Holocaust Memorial in Berlin

    „Jumping on dead Jews“ in Berlin: Satiriker lehrt Selfie-Maniacs Ehrfurcht vor Toten

    © Flickr/ Rolf Steinort
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    In dem neuen Internetprojekt Yolocaust hat der israelische Satiriker und Autor Shahak Shapira die Geschmacklosigkeit von Selfies neben dem Holocaust-Mahnmal in Berlin angeprangert.

    „Yolocaust ist ein Projekt des israelischen Satirikers und Autors Shahak Shapira, das unsere Erinnerungskultur durch das Kombinieren von Selfies am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit Bildmaterial aus Vernichtungslagern hinterfragt“, heißt es auf der Seite des Projektes.

    Der Name setze sich aus dem beliebten Hashtag Yolo (You Only Live Once/Du lebst nur einmal) und Holocaust zusammen.

    Bewegt man den Mauszeiger über die Schnappschüsse, erscheinen hinter den fröhlich posierenden und hüpfenden Besuchern plötzlich verstörende Bilder: Abgemagerte KZ-Häftlinge, Berge von Toten.

    Eines der Original-Selfies ist dabei mit der Beschreibung „Jumping on dead Jews @ Holocaust Memorial“ versehen. Auf dem veränderten Bild wird dieser Wunsch erfüllt.

    Wie man sich an einem Mahnmal für die Ermordung von sechs Millionen Menschen zu benehmen hat, sei jedem selbst überlassen, lautet es im FAQ der Internetseite. Falls sich jemand auf einem der Fotos erkennen und  sich „plötzlich schämen“ sollte, so könne es auf Email-Anfrage entfernt werden.

     

     

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    Tags:
    Selfie, Juden, Holocaust, Holocaust-Mahnmal, Shahak Shapira, Berlin