08:35 13 Dezember 2019
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    „Stinkende Christentraditionen“ und „Judenkannibalen“ – Deutscher Islamverband hetzt

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    Nach Informationen des Hessischen Rundfunks werden auf Facebook-Seiten des umstrittenen türkischen Islam-Verbands Ditib, der bislang als Partner der Bundesregierung und Islam-Sprachrohr in Deutschland galt, diffamierende christen- und judenfeindliche Hass-Parolen verbreitet.

    „Der kannibalische Jude kotzt den Tod in Palästina“, „Um die Barbarei der Juden zu beschreiben, werdet ihr nicht die passenden Worte finden können“, „Das Weihnachtsfest — eine nach Blasphemie stinkende Tradition der Christen“ oder „Freundschaft und Beziehungen zu Ungläubigen sind verboten“, so lauten den Recherchen des Fernsehmagazins „defacto“ zufolge die Facebook-Posts verschiedener Ditib-Moscheen.

    Außerdem werde in einem weiteren Beitrag ein Verbot der Freundschaft mit Andersglaubenden erklärt: „Wer Allah und Allahs Freunde verlässt und sich in eine Beziehung zu ungläubigen Juden, Christen oder Atheisten begibt oder deren Entscheidungen akzeptiert oder deren Bestimmungen gehorcht, ein solcher Mensch trennt sich von Allah.“

    Auf eine Anfrage des Hessischen Rundfunks erklärte der Ditib-Bundesverband, dass die in türkischer Sprache geschriebenen Posts keine offiziellen Äußerungen von Ditib seien und „weder die Haltung noch das starke Engagement der Ditib als anerkannter Dialogpartner“ widerspiegeln.

    Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib), die in sieben Bundesländern am islamischen Religionsunterricht mitarbeitet und mit rund 900 Moscheegemeinden der größte Islamverband in Deutschland ist, hatte in den vergangenen Wochen wegen eines Abhör-Skandals für Schlagzeilen gesorgt.

    Ditib räumte selber ein, dass einige seiner Imame „versehentlich“ Informationen über Anhänger des in der Türkei als Staatsfeind gebrandmarkten Predigers Fethullah Gülen nach Ankara geschickt hatten. Nach Angaben des „Kölner Stadt Anzeigers“ will NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer (SPD) die Zusammenarbeit mit Ditib im Beirat für den islamischen Religionsunterricht nun vorerst aussetzen.

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    Tags:
    Ditib, Deutschland