02:57 25 März 2017
Radio
    Marine Le Pen

    Journalist: Le Pen ist Vorbild für Feministinnen

    © REUTERS/ Charles Platiau
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    2339731447

    Als absolut richtig hat der Regisseur und TV-Journalist Imad Karim die Weigerung der Front-National-Chefin Marine Le Pen bezeichnet, bei ihrem Besuch des libanesischen Großmuftis ein Kopftuch zu tragen. Das Büro des Geistlichen sprach von "unangemessenem Verhalten". Der Filmemacher fordert weniger falschverstandene Toleranz dem Islam gegenüber.

    "Ich halte diese Entscheidung für sehr richtig. Frau Le Pen muss kein Kopftuch tragen. Es ist ganz normal, dass eine aufgeklärte Frau aus einem aufgeklärten Kulturkreis ihren Prinzipien treu bleibt", so Karim im Sputnik-Interview. Feministinnen könnten von der Französin lernen.

    Das schwedische Kabinett bezeichnet sich selbst als "feministische Regierung". Trotzdem trug die Schwedische Delegation unter Handelsministerin Ann Linde im Iran Kopftuch. Der im Libanon geborene Filmautor Karim bezeichnet dies als Verrat am Feminismus. Er betont:

    "Die schwedischen Politikerinnen verraten den Feminismus. Das passiert leider unter dem Deckmantel der Politkorrektheit. Wir geben hier die Werte der Aufklärung auf und somit auch der Freiheit. Die Politikerinnen, die nach Iran geflogen sind, hätten das ablehnen sollen. Jede Geste dieses Kulturkreises gegenüber einem islamischen Regime ist im Grunde ein Verzicht, denn es geht darum, Macht zu zeigen."

    Das geplante bayerische Vollverschleierungsgesetz findet der Träger des Prix Iris Niederlande als das Mindeste was der Westen tun sollte. Es sei selbstverständlich, dass das Tragen von religiösen Symbolen in einer aufgeklärten Gesellschaft keinen Platz haben sollte.
    Der Islam habe aufgrund seiner dialektischen Entwicklung noch nicht begriffen, dass er als Glauben oder Religion nicht auf andere hegemonial wirken sollte. Das werde allerdings noch ein paar Jahrhunderte dauern. Für Karim gehe es darum, dass man nicht gegenüber jemandem tolerant sein sollte, der in keinster Weise Toleranz gegen Andersdenkenden zeige oder bereit sei zu zeigen. Er erklärt:

    „In welchem islamischen Land dürfen sie individuell ihre Freiheiten zeigen oder ausleben? Welcher islamische Staat hat zum Beispiel die Menschenrechtskonvention anerkannt? Wovon reden wir? Es ist eine konstruierte Welt, der wir begegnen sollten. Und das wird nicht funktionieren, wenn wir nicht umdenken. Wie viele Jahrhunderte mussten Ihre Vorfahren diese Werte erkämpfen, die garantieren, dass wir auf Augenhöhe sprechen können. Wäre man damals gegenüber dem Klerus so nachsichtig wie heute gegenüber dem Islam gewesen, hätten wir nie in den Genuss dieser Werte kommen können. Warum verstehen die Menschen das nicht?"

    Interview: Bolle Selke

     

     

    Zum Thema:

    Kopftuch-Prozess in Berlin: Lehrerin vor Gericht gescheitert
    Putin gegen islamische Kopftücher in russischen Schulen
    Überraschung aus Essen: Merkel fordert Burka-Verbot
    Untergang Deutschlands: Burka überholt Dirndl
    Tags:
    Marine Le Pen, Libanon, Frankreich
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    • avatar
      sophie.ostermann
      Es gibt ein gutes Video von Le Pen was sie ihrem Volk sagen will. Schade das es Sputnik nicht zeigt. Das es unsere Medien nicht zeigen ist ja sowieso klar
    • avatar
      palmakunkel
      Das Weib ist klasse. Kann ich leider von den hiesigen Figurinnen (muss ich das dschändern?) nicht behaupten.
    • zivilist
      Auch nicht richtig.

      Wenn man in fremde Länder reist, soll man nicht provozieren. Aber auch nicht duckmäusern.

      Le Pen hat es richtig gemacht !

      Aber wir sollten auch andere Kleiderordnungen tolerieren. Die Scheichs dürfen ja auch als Gespenst rumlaufen. Die Religion ist das Problem? Aber dann geht's den Staat nix an, den haben wir doch von der Religion getrennt. Vielleicht sollten sich Amtsinhaber zurückhalten bei religiösen Symbolen, aber LehrerInnen sind keine Amtsinhaber.
    • zivilistAntwort ansophie.ostermann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sophie.ostermann,

      Ja, Kollegin, dann verlinken Sie doch bitte mal die URL des Videos ?
    • sanpodon
      Es wäre sicherlich wünschenswert, "ein Problem zu lösen, das es gibt" : Die "Süddeutsche Zeitung"!
    • avatar
      sophie.ostermannAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, unser-mitteleuropa.com/2017/02/17/le-pen-werbevideo-wird-zu-internet-hit Weter Kollege- ich hoffe das es klappt bin kein Held vom kopieren
    • avatar
      joergAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    • zivilistAntwort ansophie.ostermann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sophie.ostermann,

      Das ist gut !

      und Ihnen gleich einen thumb up
    • avatar
      Jim Holden
      Weil die Jugend und die Mittelalten heute deutlich zu weich sind. Ohne Sorgen aufgewachsen und alles in den A. geblasen bekommen macht halt lethargisch.
    • avatar
      sophie.ostermannAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, wenn ich an das Geschwafel von Merkel mit Anhang denke. Bereicherung, wir müssen uns daran gewöhnen, Polizei in Unmengen wegen den Gästen, 1 Milliarde aus den Rücklagen der Krankenkassen gestohlen, 300 Millionen für Sprachkurse aus dem Arbeitslosengeld entwendet, Abschiebungen aus 2014 noch nicht durchgeführt. Alles schlimm genug aber ich empfinde es noch schlimmer das wir mind. 50 % Schlafschafe hier haben und wenn dann die Gutmenschen demonstrieren passen sie mal genau auf dann sind es sehr viele Fremde die ja auch schon über 20 % der Bevölkerung ausmachen
    • sanpodonAntwort ansophie.ostermann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sophie.ostermann, sagenhaft!

      Eine große Frau, eine aufrechte, schöne und zu Recht stolze Französin!

      Ja, SIE könnte es schaffen, Frankreich wieder "in Ordnung zu bringen"!

      (Wenn ich das mit Petry vergleiche, wird mir schlecht angesichts des Umstands, dass sie zur Zeit unsere einzige "Alternative" sein soll.)
    • avatar
      Joesi
      Marine le Pen ist Vorbild aller echt gesinnter Europäer!
    • PremiumLevelFrauenBody
      Feminismus und Genderismus = Plattformen für Menschen mit psychischen Defiziten, Wahrnehmungsstörungen. Typisch für liberal-finanzdiktorisch gequälte Gesellschaften.
    • avatar
      n.dikan
      Ich finde es gut, was die Le Pen gemacht hat. Es geht eher darum, dass die Religionen und Sitten verschiedener Kulturen auf diplomatischer Ebene respektiert werden müssen. Ich würde es nicht angemessen finden, wenn ein Präsident aus Muslimischem Staat zu uns kommen würde und wir von seiner Frau verlangen würden, dass sie die Kopfbedeckung runternehmen soll.

      Was anderes ist es, wenn man in einem Land leben möchte. Da muss man, so gut es einem möglich ist, sich den Sitten und Gesetzen anpassen. Wenn einem die Sitten und Gesetze nicht zusprechen, dann soll man nicht in das Land ziehen. Ich würde z.B. nie nach Amerika ziehen, schon alleine, weil es dort normal ist, dass man eine Waffe besitzt. Würde die Le Pen dahinziehen wollen, dann würde ich es nicht gut finden, wenn sie die Kopfbedeckung verweigert.

      Wenn man eine religiöse Einrichtung besucht, dann finde ich es angemessen, wenn wann sich an die Regeln hält. Hier wurde sie aber auch nicht in eine Mosche eingeladen.
    • avatar
      sophie.ostermannAntwort ansanpodon(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sanpodon, Hoffen wir das sie es schafft. Bei uns wird sich nicht viel bewegen. Wenn wir SPD Linke und Grüne bekommen dann wird es noch schlimmer
    • avatar
      ewdw
      Sie ist in der Tat ein Vorbild, ganz im Gegensatz zu der hier abgelichteten Figur im engen Hosenanzug.
      Die Ursache (Merkel) verhöhnt die Opfer des Berliner Anschlages durch ihr peinlichen Auftritt
      www.anonymousnews.ru/wp-content/uploads/2017/02/GettyImages-633087558-640x408-1.jpg
    • isaac
      Das nenne ich mal Aufklärung in einer ZEIT der Moderne, die von Politikern im höchst problematischen Sektor (Sekte) von kultureller und sozialer Aufgaben seit nunmehr einem Jahrzehnt geschleift und auf den Stand von vor 1870/71 zurückgeführt hat.

      Was es alles so geben darf in einer Demokratie, die freien Eintritt für "Außerirdische" vorsieht, die den "gemeinen" Bürgern voll abverlangt werden. Wie lange wird dieses Volk der Dämlichkeit preisgegeben werden können? Warscheinlich bis zum bitteren Ende und die es erlebten, werden vielleicht ihren Kindern und Kindeskindern vorgaukeln, wir waren nicht da, denn wir sahen nichts und haben auch nichts mitbekommen. Es war halt jeder Tag ein Feiertag, richtig, nur für umherziehende und Gäste zur Umerziehung eines ganzen Volkes.

      Wann hört dieser Irrsinn auf? Ich fürchte erst dann, wenn sich das ganze Volk lautlos erhebt, sprich bemerkbar macht.
    • avatar
      paulus
      Marine Le Pen eine feministin? Solche einengenden begriffe (schubladen) hat sie nicht nötig.
      Ihre botschaft lautet: Frankreich gehört den Franzosen!
    • benedikt.gresser
      Wer seine eigene Würde dabei preisgibt, kann einen peinlichen Kniefall gegenüber autokratischen Religionspgnatikern nicht als Toleranz verkaufen. Marie Le Pen hat sich inzwischen auch in Deutschland bei denen Respekt verschafft, für die Freiheit und Souveränität mehr sind als nur ein Etikett, dass man bei Gelegenheit aus der Schublade holt. Ihre Politik könnte die Franzosen vor dem Desaster bewahren in dem Deutschland früher oder später landet, wenn nicht bald die Führungsmannschaft demokratisch ausgewechselt wird.
    • avatar
      otto3
      Ja, kenne ich. Erst wenn wir alle deine Frau gevögelt haben, bist du gleichberechtigtes Mitglied unserer Gesellschaft.
    neue Kommentare anzeigen (0)