09:43 12 August 2020
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    Den Oscar für den besten fremdsprachigen Film hat „The Salesman“ von dem iranischen Regisseur Asghar Farhadi gewonnen. Der Iraner hat die goldene Statue aber nicht persönlich entgegengenommen: Aus Protest gegen das Terrorschutzdekret des US-Präsidenten Donald Trump weigerte er sich, in die USA zu reisen.

    Farhadi hatte diese Entscheidung, nicht zur Oscar-Verleihung nach Los Angeles zu reisen, mit Trumps Dekret über einen 90-tägigen Einreisestopp für Bürger aus sieben vorwiegend muslimischen Ländern, darunter auch dem Iran, begründet. Auch die Hauptdarstellerin seines Films, Tarane Alidusti, blieb der Zeremonie fern.

    2012 hatte Farhad bereits einen Oscar in derselben Kategorie für seinen Film „Nader und Simin – Eine Trennung“ erhalten.

    Trumps Dekret bereitete auch dem 21-jährigen Kameramann aus Syrien, Khaled Klatib, Probleme, der am Film „White Helmets“ über den Bürgerkrieg in seinem Land mitgewirkt hatte. Das US-Sicherheitsministerium entschied der Agentur AP zufolge im letzten Augenblick, Khatib nicht einreisen zu lassen. Dabei gewann der syrische Film als bester Doku-Kurzspielfilm am Sonntag den Oscar.

    Trumps Terrorschutz-Dekret vom 27. Januar hatte gleich in den ersten Arbeitstagen der neuen US-Administration heftige Reaktionen in den USA selbst und auch weltweit ausgelöst. Die Aufnahme von Flüchtlingen wurde damit zeitweilig eingestellt: aus Syrien fristlos, aus anderen Ländern für 120 Tage. Für 90 Tage wurde auch Bürgern aus Ländern, die „besondere Besorgnisse hervorrufen“, die Einreise verboten, so aus Syrien, dem Iran, dem Irak, Libyen, Somalia, Sudan und dem Jemen.

    Bundesrichter James Robart aus Seattle gab danach jedoch den Einsprüchen der Behörden der Bundesstaaten Washington und Minnesota statt und stellte die Umsetzung des Anti-Terror-Dekrets provisorisch ein. Trumps Administration legte ihrerseits Einspruch gegen diese landesweit geltende Gerichtsentscheidung ein, doch dieser wurde abgelehnt.

     

     

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    Tags:
    Terrorschutz-Dekret, Film, Regisseur, Oscar-Verleihung, Iran, USA