20:27 21 November 2019
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    Internet-Nutzer gewinnen Rechtsstreit gegen Google

    © AP Photo / Virginia Mayo / dapd
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    Ein Gericht in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) hat am Montag entschieden, dass Google gegen Datenrichtlinien verstoßen hat, indem der Konzern biometrische Daten von Millionen Internet-Nutzern ohne deren Zustimmung gesammelt und archiviert hat. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

    Dem Urteil des Bezirksrichters Edmond Chang zufolge muss Google nun zwischen 1000 und 5000 Dollar pro Bild bezahlen, das ohne Einwilligung der betreffenden Person verwendet wird. In einem Fall kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Korporation gegen die Normen des „Biometric Information Privacy Act“ verstoßen habe.

    „Hätte Google die Aufnahmen einfach gespeichert, ohne die Scans der Gesichts-Geometrie zu messen und zu generieren, dann hätte der Konzern nicht gegen den Akt verstoßen“, so Chang.

    Dabei ist anzumerken, dass dieses Gesetz laut Bloomberg „einzigartig“ ist, da es US-weit nur im US-Bundesstaat Illinois gelte. Google soll deswegen betont haben, dass der Konzern nicht immer feststellen könne, ob ein Foto in Illinois oder woanders aufgenommen worden sei. Der Bezirksrichter habe das Argument jedoch abgewiesen.

    Die Entscheidung des Gerichts stelle einen Präzedenzfall dar und könne sich auf ähnliche Rechtsstreite in anderen Bundesstaaten und sogar in anderen Ländern auswirken, so Bloomberg.

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    Tags:
    Datenschutz, Privatsphäre, biometrische Daten, Daten, Google, Chicago, Illinois, USA