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    Kriegsschäden in Mossul, 4. März 2017

    Death & destruction: mehr über die Befreiung Mossuls

    © REUTERS / Goran Tomasevic
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    Seit dem Beginn der Befreiungsoperation in Mossul sind Monate vergangen, die Berichterstattung der westlichen Medien ist allerdings mager, was bei der Befreiungsoperation von Aleppo nicht der Fall gewesen war. Der TV-Sender RT ist vor Ort gewesen und hat mehr dazu herausgefunden.

    Dabei sollen zahlreiche Zivilisten Opfer der von der US-Koalition durchgeführten Angriffe geworden sein, zahlreiche Zerstörungen sind dabei aber auch in den Blickwinkel von RT geraten.

    Die letzten Ereignisse:

    15. März 2017

    10:23 GMT

    Laut den letzten Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind seit dem 25. Februar, innerhalb von 19 Tagen, rund 100.000 irakische Staatsbürger bei den Kämpfen in West-Mossul umgesiedelt worden.

    09:08 GMT

    Dutzende Zivilisten sterben täglich bei den von der US-Koalition durchgeführten Angriffen, durch welche Mossul zerstört wird, berichtet die britische Organisation „Iraq Body Count“. Den letzten Luftangriffen der US-Koalition sind dabei 25 Menschen am Montag und 11 am Sonntag zum Opfer gefallen.

     

    08:01 GMT

    Der britische Politiker, Rundfunksprecher und Schriftsteller George Galloway hat gegenüber RT gesagt, dass die Berichterstattung westlicher Medien über die Operationen in Mossul und Aleppo sehr ähnlich, mit einer gewissen Einseitigkeit und Scheinheiligkeit geschehe.

    „Aleppo ist als riesiges Kriegsverbrechen behandelt worden und Mossul betrachtete man in erster Linie als eine kriegerische Abenteuergeschichte“, kommentierte Galloway.

    07:58 GMT

    Der britische Politiker und ehemalige Bürgermeister von London Ken Livingstone hat gegenüber RT geäußert, dass die meisten Menschen bei der Berichterstattung über die Operation in Mossul nur eine Seite der Geschichte zur Schau gestellt bekämen, das sei der Knackpunkt dabei.

    Laut Livingstone besteht die Tragödie darin, dass die meisten Menschen im Westen sich nur westliche TV-Sender ansehen. Deshalb wäre es besser, wenn die Zuschauer auch andere ausländische TV-Sender anschauen würden. Anders könne man die Wahrheit nie erfahren.

    05:40 GMT

    Laut dem RT-Reporter Murad Gazdiev, welcher aus der irakischen Stadt Erbil berichtet, kann die Lage in Mossul sich als beispiellose Katastrophe erweisen.

    „Ich war in Aleppo, als der Kampf seinen Höhepunkt erreicht hatte“, so der Reporter. Die Lage in Mossul sei jedoch „viel schlimmer“, als es „jemals“ in Aleppo gewesen sei.

    05:30 GMT

    05:18 GMT

    04:34 GMT

    Politiker benutzen Unschuldige für Propagandazwecke oder behandeln diese als Begleitschaden, anstatt ihnen zu helfen, so die Dokumentarfilmemacherin Elizabeth Kucinich.  Sie war mit ihrem Mann, dem ehemaligen Kongressabgeordneten Dennis Kucinich,  und mit der US-Abgeordneten Tulsi Gabbard auf einer geheimen Friedensmission in Syrien.

    „Wenn es unangenehm zu wissen ist, was deine Seite eigentlich in der Geschichte macht, dann berichtest du es nicht“, so Kucinich.

    04:33 GMT

    Über die Befreiungsoperation in Mossul berichten westliche Medien völlig anders als über die Befreiung von Aleppo. Dabei werde kaum von Verletzungen und Opfern unter Zivilisten berichtet, sagte Carla Ortiz, eine bolivianische Dokumentarfilmemacherin und Direktorin des Radiosenders „The Voice of Syria“ gegenüber RT.

    Man bekäme nur wenige Informationen über das, was in Mossul wirklich geschehe. „Es gibt viel Schweigen und wenn du mehr wissen willst, dann musst du wirklich tief graben“, fügte Ortiz hinzu.

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    Tags:
    Lage, Luftangriffe, Opfer, einseitig, mangelhaft, Berichterstattung, RT, London, Mossul, Irak