18:44 30 November 2020
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    Die Entscheidung Kiews, der russischen Eurovision-Teilnehmerin Julia Samojlowa die Einreise zum Eurovison Song Contest zu verbieten, schädigt das Ansehen des Musikwettbewerbs, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte.

    Russische ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa
    © Foto : Channel One Russia/Maxim Lee/Courtesy of PR-service of Yuliya Samoylova
    Nach Ansicht des Sprechers entwertet das Einreiseverbot ernsthaft den bevorstehenden Wettbewerb und dessen Ansehen. Der ESC wird nun ein Teilnehmerland mit einer großen Bevölkerung verlieren.

    „Wir wissen, dass ein Eurovision-Vertreter sein Bedauern geäußert hat. Wir halten den Beschluss für äußerst unglücklich“, sagte Peskow. Der Kreml würde es darum begrüßen, wenn diese Entscheidung revidiert würde, sodass die russische Bewerberin doch beim ESC mitwirken könnte.

    Julia Samojlowa
    © Foto : Channel One Russia/Maxim Lee/Courtesy of PR-service of Yuliya Samoylova
    Am Vortag hatte Russlands Außenministerium das dreijährige Einreiseverbot für Samojlowa als zynisch und unmenschlich kritisiert. 

    Samojlowa soll 2015 ohne eine Erlaubnis aus Kiew die Halbinsel Krim besucht haben, wie der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin zuvor sagte. Kiew sehe das als Grenzverletzung. Doch laut dem Supervisor des ESC, Ola Sand, mache die Europäische Rundfunkunion, die den Musikwettbewerb organisiert, der Sängerin keine Vorwürfe.

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    Tags:
    Einreiseverbot, Eurovision Song Contest (ESC), Julia Samoilowa, Kiew, Ukraine