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07:26 19 Oktober 2019
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    Ein Junge des indigenen Volkes Nunamiut in Alaska - von Thomas J. Abercrombie (1930-2006)

    „Wollten uns den Russen austreiben“: Indigene Völker Alaskas über US-Herrschaft

    © Foto : Thomas J. Abercrombie/National Geographic/Christie's Images
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    Vor 150 Jahren hat Zar Alexander II. Alaska an die USA verkauft. Die Kultur der indigenen Völker des ehemaligen russischen Territoriums hat großen Schaden davongetragen, berichtet Deutschlandfunk unter Berufung auf Ethan Petticrew von den Aleuten und Mitarbeiter eines Kulturzentrums in der Hauptstadt Anchorage.

    „Die Russen haben uns bei unseren Sprachen geholfen, wir hatten Druckerpressen, Bücher, Schulen. Unsere Leute konnten in Russisch und unseren Sprachen lesen und schreiben“, zitiert der Deutschlandfunk Petticrew.

    „Als der Verantwortliche der Amerikaner nach dem Kauf alles übernahm und unsere Schulen besuchte, sagte er: ‚Ab jetzt nur noch Englisch und nur noch englischsprachige Lehrer.‘ Die Amerikaner waren davon besessen, dass es nur eine Sprache geben sollte. Man wollte den Ureinwohner und den Russen aus uns austreiben“, fügte er hinzu.

    Am 30. März 1867 wurde der Vertrag über den Verkauf Alaskas für 7,2 Millionen Dollar unterzeichnet. Mit dem Abkommen zwischen Russland und den USA endete die russische Herrschaft in Alaska.

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    Tags:
    Verlust, Verkauf, Kultur, Russland, Alaska, USA