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    „Rein weiße“ Nivea-Werbung empört den Nahen Osten

    „Rein weiße“ Nivea-Werbung empört den Nahen Osten

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    Die Werbekampagne der deutschen Kosmetikmarke „Nivea“ im Nahen Osten hat für Empörung im Netz gesorgt. Die Firma musste ihren Werbebeitrag auf Facebook entfernen, wie der britische TV-Sender BBC berichtet.

    Das kontroverse Plakat wirbt für ein Deodorant, das die Kleidung nicht beschmutzen soll. Das Werbefoto zeigt eine Frau in weißem Bademantel in einem hellen Zimmer mit der Unterschrift „Weiß ist Reinheit“.

    ​„Halte sie sauber, halte sie hell. Lass sie dir von nichts ruinieren“, hieß es weiter in der Nivea-Werbebotschaft.

    ​Rechtsextremisten, so berichtete dann BBC, hätten diese Slogans gern gehabt, als sie dazu in Kommentaren bei Facebook ihre Bereitschaft äußerten, Nivea-Produkte zu benutzen. Dazu posteten sie offenbar Bilder von Hitler. Bei Twitter sei das Deo schon zum „offiziellen Antitranspirant für Extremrechte“ geworden.  

    Auch einfache Benutzer achteten auf die umstrittene Werbung und reagierten verdutzt, weil die Werbeanzeige Kunden im Nahen Osten ansprechen sollte.

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    Der Pressedienst des Konzerns „Beiersdorf“, dem die Marke „Nivea“ gehört, erkannte mittlerweile offenbar, dass das Banner „einen falschen Eindruck“ erwecke. Es wurde aus sozialen Netzwerken gelöscht und der Konzern entschuldigte sich bei allen, die dieser Beitrag beleidigt haben könnte.

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    Tags:
    Werbung, Rassismus, Rechtsextremismus, BBC, Naher Osten, Deutschland