14:43 29 November 2020
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    Das russische Justizministerium fordert, das Eigentum der Religionsgemeinschaft „Zeugen Jehovas“ zu konfiszieren, wie ein Reporter der Agentur RIA Novosti aus dem Obersten Gericht in Moskau meldet.

    „Das Justizministerium fordert den Einzug des Eigentums des Verwaltungszentrums der Religionsgemeinschaft ,Zeugen Jehovasʻ (in Russland — Anm. d. Red.)“, so der Richter Juri Iwanenko.

    Vertreter der Gemeinschaft hatten zuvor mitgeteilt, dass das Eigentum, das das Justizministerium beschlagnahmen wolle, nicht dem Verwaltungszentrum gehöre. Die Eigentümer seien ausländische Organisationen der „Zeugen Jehovas“, unter anderem in Spanien, Schweden, Norwegen und Österreich. Russlands Justizministerium zeigte sich vom Gegenteil überzeugt. Um welche Objekte es gehe, sei es bisher nicht öffentlich gemacht worden.

    Russlands Justizministerium hatte am 17. März 2017 Klage gegen die „Zeugen Jehovas“ eingereicht. Nach einer Untersuchung zwischen dem 8. und 27. Februar wurde demnach festgestellt, dass die „Zeugen“ gegen das russische Anti-Extremisten-Gesetz verstießen. 95 Bücher der Gemeinschaft sowie ihre acht Abteilungen wurden demnach als extremistisch eingestuft. Am 23. März wurde die Tätigkeit der Organisation eingestellt. Das Justizministerium fordert nicht nur die Einstellung der Gemeinschaft sondern ihre komplette Auflösung.

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    Tags:
    Gericht, Zeugen Jehowas, Justizministerium Russlands, Russland