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03:07 21 September 2019
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    Laura Poitras (zweite von links) bekommt den Oscar für ihre Doku Citizenfour über den Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, Kalifornien, Februar 2015.

    Regisseurin von Snowden-Doku der Mitschuld an Tod von US-Soldat im Irak verdächtigt

    © REUTERS / Mike Blake
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    Die US-Regisseurin Laura Poitras, die für ihre Doku über den Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, steht einem Agenturbericht zufolge im Verdacht, den Tod eines US-Soldaten in Bagdad im Jahr 2004 bewusst nicht verhindert zu haben.

    Poitras hatte 2004 in Bagdad  ihren Dokumentarfilm „My Country, My Country“ über die Besetzung des Irak gedreht. Zur selben Zeit wurden US-Soldaten in der irakischen Hauptstadt von Militanten angegriffen, meldet die Agentur AP. Ein Soldat wurde dabei getötet, mehrere weitere wurden verletzt.

    Unmittelbar vor dem Angriff wollen die Soldaten auf einem Dach eine Frau — vermutlich Poitras — mit einer Kamera gesehen haben.  Nun steht die Regisseurin im Verdacht, von der Attacke gewusst, jedoch die Amerikaner absichtlich davor nicht gewarnt zu haben, um das Ganze filmen zu können.

    Das Kommando des US-Heeres hat laut AP-Angaben nicht genug Fakten gefunden, um gegen Poitras Anklage erheben zu können. Das könnte sich aber ändern, wenn die Regisseurin selber ihre Schuld eingestehen sollte, hieß es. Poitras weist den Vorwurf entschieden zurück.

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    Tags:
    US-Armee, Laura Poitras, Irak, USA