11:38 16 Juni 2019
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    Jahrestag der Deportation der Krimtataren unter Stalin

    Dritter Jahrestag der Rehabilitierung: Krimtataren sichern Putin Unterstützung zu

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    Die Krimtataren haben Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Schreiben für die auf der Halbinsel geschaffenen Lebensbedingungen gedankt und seinem Kurs weitere Unterstützung zugesichert. Das Dokument fällt zeitlich mit dem dritten Jahrestag der Unterzeichnung des Erlasses über die Rehabilitierung der vertriebenen Krim-Völker zusammen.

    „Nach der Verabschiedung des Erlasses haben die Krimtataren die Möglichkeit nicht nur für ihre Rehabilitierung, sondern auch für die Entwicklung ihres Volkes bekommen“, heißt es im Dokument, das der Agentur RIA Novosti vorliegt.

    Als besonders bedeutsame Erfolge wurden demnach die Einrichtung der mehrheitlich von den Tataren besiedelten Orte sowie der Bau von Bildungsanstalten und Kulturobjekten hervorgehoben.

    Wie weiter aus dem Schreiben hervorgeht, gibt es auf der Krim auch eine krimtatarische Fernseh- Rundfunkanstalt. Geschaffen seien darüber hinaus günstige Bedingungen für die Erhaltung und Weiterentwicklung der nationalen Identität, Sprache und der kulturellen Eigenständigkeit der Krimtataren. 

    „Die Vertreter der krimtatarischen Öffentlichkeit unterstützen Ihren politischen Kurs zur Umsetzung der staatlichen Nationalpolitik, die auf die Wahrung der ethnokonfessionellen Rechte und der bürgerlichen Geschlossenheit aller in Russland lebenden Völker abzielt, und sind bereit, ihm auch weiterhin zu folgen“, heißt es.

    Zudem dankten die Krimtataren Putin für den Erlass über die Rehabilitierung, auf den sie ihren Worten zufolge 70 Jahre lang gewartet hätten.  

    Wie Saur Smirnow von der Krim-Regierung mitteilte, hatten Vertreter der krimtatarischen Kunst- und Kulturschaffenden sowie Geistliche das Dokument unterzeichnet.  

    Den Krimtataren und Vertretern von rund 20 anderen Nationalitäten war während des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht zur Last gelegt worden. Auf Befehl von Josef Stalin wurden sie von der Halbinsel deportiert. Am stärksten betroffen waren die Krimtataren: Rund 183.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

    Nach dem Krim-Referendum vom März 2014 wurde die Halbinsel in die Russische Föderation aufgenommen. Im April unterzeichnete Präsident Wladimir Putin einen Erlass über die Rehabilitierung der vertriebenen Völker der Krim. Derzeit sind etwa 260.000 Krimtataren auf der Halbinsel ansässig. Sie machen rund ein Zehntel der Gesamtbevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel aus.

    Nach der Angliederung der Halbinsel an Russland unternahm Moskau beträchtliche Bemühungen, damit sich die Krimtataren auf der Krim komfortabel fühlen. Die krimtatarische Sprache wurde von einem Ende März 2014 verabschiedeten Verfassungsgesetz neben Russisch und Ukrainisch als eine der Staatssprachen der Republik Krim anerkannt. Krimtataren sind in den höchsten Machtgremien der Krim vertreten – als Vizeregierungschef, als stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates, als stellvertretender Kulturminister und als Vize des Oberbürgermeisters der Krim-Hauptstadt Simferopol.

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