23:44 23 April 2017
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    Ein Fußballfan nach der Absage des Viertelfinalspiels zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco wegen Anschlags auf den BVB-Teambus

    Anschlagsmotiv Habgier Netz verlangt „Obergrenze für Spekulanten“

    © REUTERS/ Ralph Orlowski
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    Das angebliche Motiv des mutmaßlichen Täters des Sprengstoffanschlages auf den Teambus von Borussia Dortmund hat die deutsche Bevölkerung schockiert. In den sozialen Netzwerken haben sie ihrem Unmut und ihrer Empörung Luft gemacht – und andere nahmen es direkt mit Humor.

    Wie der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) in Karlsruhe am Freitagvormittag mitteilte, war das Ziel des kurz davor festgenommenen Tatverdächtigen Sergej W., die BVB-Aktie zum Absturz zu bringen. Vermutlich habe er damit einen Millionengewinn machen wollen. Entsprechende Börsengeschäfte soll der 28-Jährige vor dem Anschlag getätigt haben.

    „Es ist unfassbar abartig, wie die reine Geldgier Menschen zu solchen abscheulichen Taten treibt“, schreibt ein Netz-User.

    ​„Krank und widerlich“ nennt ein weiterer das Motiv des mutmaßlichen Attentäters.

     

    ​Einige weitere Internet-Nutzer überspielten ihre Empörung mit Humor. Einer verlangte beispielsweise nun eine „Obergrenze für Spekulanten“.

    ​Ein anderer weist darauf hin, dass Auric Goldfinger, einer der Hauptgegenspieler von James Bond, über den Anlass des Tatverdächtigen gewiss nicht sonderlich erfreut sei.

    ​Und… müsste sich IWF-Präsidentin Christine Lagarde nun davon distanzieren?

    ​​​Wie berichtet wurde, war zunächst vermutet worden, dass die Tat einen terroristischen Hintergrund haben könnte. Drei Bekennerschreiben sollen außerdem am Anschlagsort gefunden worden sein. Dass nun aber ein ganz anderes Motiv dahintersteckt, überraschte auch das Netz.

    ​Also, was nun? Eine Twitter-Nutzerin schlägt scherzhaft vor, Unternehmen, Aktienkurse und Geld zu verbieten.

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    Tags:
    Humor, Spekulationen, Aktien, soziale Netze, Borussia Dortmund, Deutschland
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